Song des Monats 01/18

Mit einer wichtigen Message möchte ich ins neue Jahr starten. Hütet euch vor der Moltebeere! Was es mit dieser Warnung auf sich hat? Geduld, Geduld! Sie hat etwas mit dem Januarsong zu tun. Der kommt von der norwegischen Folkmetal Band Ásmegin und heißt „En Myrmylne“. Ihr findet den Song auf dem 2008 erschienenen Album „Arv“.

In „En Myrmylne“ geht es um einen Mann, der fröhlich aufbricht, um die im Sumpf ansässige Moltebeere zu pflücken. Dabei gerät er immer tiefer in den Wald und der Sumpf gibt ihn schließlich nicht mehr frei. Er geht unter und stirbt. Als er so vor sich hin versinkt, begegnen ihm allerlei geheimnisvolle Nebelwesen, die einen lustigen Walzer um ihn herum vollführen. Naja – und da er eh nicht wegkommt, lernt er eben flugs die Schritte und macht halt mit.

„Op ifra Søkket
op ifra Skoddehav,
en duvende Mylne
hos Tørvfolket stod
Dødmand byder
sin Dødkone op

Forføred af Løden
om Myrens smukke Guld
Forsømmed jeg Døden
kring Multens vonde Kuld

Multens Greb nu omkring mig slog
og lokker mig længer ud paa Lunsemyr
–mens Dødens Vals tiltog

Tørvens Greb haardt omkring min Fod
og trækker mig ned mod min vaate Grav

Min Krop saa tung, saa hvilkekær
fredsælt min Vilje her bleges af

Dødmand om
sin Dødkone
Hænderne hævet
over Hoved

En Aattetur
i evig Rundgang
-slig gaaer Dødens Vals

Høire Haand
tvunded i hendes
Venstre Haand
tvunden i hans

Til Toner
af Raaten gik
Mylnen med en Oddes Savn
Hvis Multerne
saa til næste Høst
min Danseuse vilde skænke mig“

„Seduced by the sound
Of the bog’s lovely gold
I neglected the Death
Around the cloudberry’s evil cold

Up from the hollow
Up from the fog-sea
A swaying mylne
Stood by the peat-people
The dead men summons
His dead wife

The cloudberry’s grasp wrap me around
And allures me further on the treacherous bog
While the Death’s waltz enhances

Peat’s grasp hardly around my foot
And pulls my down towards my wet grave

My body so heavy, so motionless
Peace-loving my will gets pale

Dead men by
His dead women
Hands lifted
Over the head

A eight figure
In eternal turn
Such goes the Death’s waltz

Right hand
Entwined in hers
Left hand
Wound in his

To the tunes
Of decay went
The mylne with a nostalgia for the odd one
Whose cloudberries
Saw the next autumn
That my dancer will grant me“

„En Myrmylne“ ist typisch für den Stil von Ásmegin – eine Verschmelzung aus Blackmetal und Folkelementen. Dabei bringen die Norweger die verschiedensten Instrumente zum Einsatz. In diesem Song schmeichelt und klagt eine Violine und bildet einen unglaublich passenden Gegensatz zu den derben Growls. Gänsehaut sag ich nur. Der Song spitzt sich langsam aber sicher zu. Flotte, fast funkige Parts wechseln mit langsamen, doomig anmutenden Passagen. In den schnelleren Teilen überraschen Ásmegin mit der genialen Kombi aus Bass und Hammond-Orgel. Langsam und quälend schleppt sich „En Myrmylne“ dem Ende zu begleitet von röchelnden und grunzenden Vocals. Und wenn man denkt – nu isser hin – dann folgt ein erneutes Aufbäumen. Eine weibliche Stimme verbreitet sphärische Stimmung und der Walzer (myrmylne) beginnt… Hütet euch vor der Moltebeere – es sei denn, ihr steht auf Walzer!

YouTube Channel von mayplaylist: https://www.youtube.com/channel/UCxLHe-38SuErp-ZRtPXho4w

Duster im Kreis – „The Dismal Circle“ von Ophis

Death Doom
Veröffentlicht: 20.10.2017
FDA Records
http://ophisdoom.de/


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The Dismal Cricle

Tja, 2017 ist schon um, dabei ist zumindest in musikalischer Hinsicht noch lange nicht alles abgehandelt. Zum Beispiel ist in jenem Jahr das vierte Album der deutschen Death-Doom-Deibel (alles für die Alliteration) Ophis erschienen und gewiss würdig es hier zu würdigen. Ophis werden gerne in einem Atemzug mit Größen wie Paradise Lost, My Dying Bride oder Ahab genannt und es sind durchaus ein paar Ähnlichkeiten zu verzeichnen. Denn auch stilistisch, nicht nur in Sachen Können bestehen Parallelen. Ophis spielen eine dennoch eigene Mischung aus schwerfälligem Doom Metal, der unverkennbar Elemente des  Old-School-Death-Metal und hier wie da auch ein paar Sprenkler Funeral Doom enthält. Doch weg von Genre-Theoretisierung, hin zur Praxis: Sechs Lieder in gut einer Stunde Spielzeit erwarten den Hörer auf „The Dismal Circle“.

Zäh wie Teer ist der Einstieg in den Teufelskreis mit Carne Noir und Ophis beweisen gleich, dass sie nicht die Absicht haben, den Amigos Konkurrenz zu machen. Ähnlich Esoterics „The Maniacal Vale“ beginnt ein Abstieg in dunkle Gefilde. Anders als andere extremere Doom-Bands lassen Ophis aber hier schon durchblicken, dass Schneckengang nicht alles ist. Nach zwei Dritteln wird das Gaspedal auch mal einen Zentimeter weiter durchgedrückt und herrliche Death-Metal-Riffs mit Double-Bass-Untermalung aufgefahren – erinnert mich ein Wenig an Bolt Thrower. Sowieso zieht sich der Todeshauch durchs gesamte Album. Die genialen Death-Metal-Riffs geben sich die Klinke in die Hand. Besonders gelungen ist das bei Shrine of Humiliation oder The Vermin Age.

Extrem düster ist die Grundstimmung auf „The Dismal Circle“:  Hervorstechend ist dabei Engulfed in White Noise samt übrigens immer wieder stimmungsvoll eingesetzter Samples mit Schreien. Mein Highlight hier ist neben den majestätischen Leads der groovende, sehr heavye Kopfschüttelteil ab Minute Fünf. Das ist der Rhythmus, bei dem man mit muss. Leider dauert’s nur sehr kurz, erinnert dafür aber wohlig an alte Ahab-Glanztaten. Überhaupt, das ist nicht der einzige Mitgehteil, Ophis beweisen ihr Händchen für eingängige, harte Riffs

Aber auch Ruhepausen von der dahinwalzenden Todesmaschinerie gibt es genügend. Fast verträumt und schmerzhaft melancholisch wirkt der großen Platz einnehmende akustische Teil bei Ephemeral, übergehend in einen intensiven Schlussteil. In Kontrast zum sehr düsteren Rest des Liedes, stehen bei Dysmelian die atemberaubenden Leads am Ende. Auch hier gibt es keine Entschuldigung: eintauchen und mitleiden. Ebenfalls gut in diesen Reigen passt das oben erwähnte Engulfed in White Noise mit ruhigem Mittelteil und weltvergessener Melodie.

Der Ausklang des Albums schließlich greift den Grundgedanken von „The Dismal Circle“ auf: Verloren, trist und hoffnungslos wirkt die klagende Gitarre und bildet einen gelungenen Abschluss.

Ich gebe es zu. Ich war erst etwas skeptisch, weil ich Ophis erst spät für mich entdeckt habe und entsprechend verhalten reingehört habe: Die xte Death-Funeral-Doom-Band. Was kann da schon kommen? Und tatsächlich hat das Album den ein oder anderen Durchlauf gebraucht, um richtig zu zünden. Dafür dann aber umso flammender. Was Ophis von anderen Genrevertretern etwas unterscheiden mag ist die meisterhafte Mischung der verschiedenen Elemente. Vor allem der hohe Death-Metal-Anteil tut dem Album wirklich gut. Außerdem scheuen Ophis sich nicht, bei der Geschwindigkeit zu variieren und spielen nicht auf Teufel komm raus laaaaangsaaaam. Rückblickend ist „The Dismal Circle“ daher eines meiner Lieblingsalben des vergangenen Jahres.


Lieder:
1. Carne Noir
2. Engulfed in White Noise
3. Dysmelian
4. The Vermin Age
5. Ephimeral
6. Shrine of Humiliation

Besetzung:
Simon Schorneck (Gitarre)
Philipp Kruppa (Gesang, Gitarre)
Oliver Kröplin (Bass)
Steffen Brandes (Schlagzeug)

Merry Rockin‘ Christmas

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Treibt es nicht zu bunt! Okay, das war jetzt blöd, bunt ist dem Metaller schließlich ein Gräuel. Für das nötige Festtagsfeeling sorgt auch in diesem Jahr wieder Leo Moracchioli – weil er einfach die besten Metal Cover macht, die es gibt. Und weil der Bass mit den roten Saiten ja mal hammergeil ist und so toll zu Weihnachten passt. Also: Viel Spaß mit „Rockin‘ Around the Christmas Tree“ und bis zum nächsten Jahr.

Quelle: YouTube Channel von Frog Leap Studios: https://www.youtube.com/channel/UC98tcedR6gULv8_b70WJKyw

And the winners are…

So. Die Verlosung der beiden CDs aus den rezensierten Alben 2017 ist zu Ende. Super, dass so viele mitgemacht haben. Nun aber zu dem, was euch wahrscheinlich brennend interessiert. Gewonnen haben:

Ylfinge W.
Kay K.

Yehea! Herzlichen Glückwunsch! Viel Spaß beim Hören und Bangen.

Explosiv und mit neuem Biss – „The Sin And The Sentence“ von Trivium

Modern/Heavy/Thrash/Core Metal
Veröffentlicht: 20.10.2017
Roadrunner Records
http://www.trivium.org/


The Sin And The Sentence

The Sin And The Sentence

Es ist schon ein paar Tage her, dass das neue Trivium Album „The Sin And The Sentence“ erschienen ist (Oktober 2017). Dennoch muss es unbedingt noch hier auf meinem Blog gewürdigt werden. Das Vorgängeralbum „Silence In The Snow“ sorgte ja überall für lange Gesichter und jede Menge Kritik. Der weitgehende Verzicht auf Shouts und Growls erregte Unmut und auch mir war das Album zu seicht. Der Biss fehlte einfach. Doch es gibt gute Nachrichten. Matt Heafy und Co. haben ihr Gebiss wieder aus dem Kukidentbad geangelt und können jetzt wieder kraftvoll zubeißen.

„The Sin And The Sentence“ eröffnet mit dem gleichnamigen Track und dem folgenden „Beyond Oblivion“ druckvoll. Rasend schnell und aggressiv fliegen einem atemberaubende Blastbeats um die Ohren. Überhaupt. Alex Bent, der Neue an den Drums, gibt der Band hörbar Auftrieb und bringt Abwechslung rein. Angriffslustige Shouts, Chorshouts und rasende Gitarren zwischen ansprechenden Riffs, Hochgeschwindigkeitsthrashgeschrammel und Black Metal Tremolo Picking wie in „Betrayer“. Dennoch verfallen Trivium dabei nie in blinde Raserei. Melodiöse Parts, ausgewogener Cleangesang und majestätische Gitarrensoli wie in „Endless Night“ runden das Album ab. So fügen sich auch zurückgenommenere, ruhigere Titel wie „The Heart From Your Hate“ perfekt ein. Mein Favorit ist „Sever The Hand“. Mehrere Tempowechsel, Heafys wandelbare Stimme zwischen Clean und Shouts, Coreelemente und ein absolut geiler Thrashschrammelteil machen den Song abwechslungsreich und vielschichtig. „The Revanchist“ dröppelt zu Beginn ein bisschen vor sich hin. Aber dann nimmt der Song an Tempo auf und zieht einen in seinen Bann, in dem er gekonnt verschiedene Stile miteinander verknüpft und harte, rasende Shouts und sanften Cleangesang nebeneinander existieren lässt. Die Vielschichtigkeit der Triviumsongs zieht sich eigentlich durch das ganze Album bis zum letzten Ton. Auch „Thrown Into The Fire“ vereint Core, Progressive, Thrash und Blackmetal Elemente gekonnt miteinander. Bassist Paolo Gregoletto verleiht besonders dem Anfang das gewisse Etwas. Und ich sach nur: Solo anhören! Die WahWah Gitarre ist der Hammer.

Es ist also an der Zeit aufzuatmen. Trivium haben die Seichtheit von „Silence In The Snow“ weit hinter sich gelassen und liefern mit „The Sin And The Sentence“ ein grandioses Album mit Banggarantie ab. Die Herren vereinen auf dem Album Elemente aus dem Metalcore, Thrash, Black, Death und Progressive Metal zu einem explosiven Mix. Agressiv, schnell, vielschichtig und abwechslungsreich. Treibende Blastbeats, extrem variantenreiches Drumspiel, heftige Shouts, atemberaubende Gitarrensoli – was will man mehr. Melodiöse Parts und Cleangesang sorgen für die nötige Abrundung. Das Album ist typisch Trivium. Nicht unbedingt neu und sensationell. Aber: Es ist gerade deswegen gut, weil die Jungs ihre Stärken ausspielen! Macht Spaß! Sehr gelungen!

YouTube Channel von Trivium: https://youtu.be/hHp5malMvHE

YouTube Channel von Alex Bent: https://www.youtube.com/channel/UCikP_ttW8TPfm-qMpQeUaZQ


Tracks:
1. The Sin And The Sentence
2. Beyond Oblivion
3. Other Worlds
4. The Heart From Your Hate
5. Betrayer
6. The Wretchedness Inside
7. Endless Night
8. Sever The Hand
9. Beauty In The Sorrow
10. The Revanchist
11. Thrown Into The Fire

Band:
Matt Heafy  (Gesang, Gitarre)
Corey Beaulieu  (Gitarre)
Paolo Gregoletto  (Bass)
Alex Bent  (Schlagzeug)

Song des Monats 12/17

Im November wurde endlich eine unverzeihliche Lücke in meinem Fundus an Metal Alben geschlossen. Mein Mann schenkte mit zum Geburtstag “Fi’mbulvintr” von King of Asgard. Warum dieses wunderbare, 2010 erschienene und absolut zu empfehlende Album noch fehlte? Keine Ahnung. Es gibt keine vernünftige Begründung dafür – denn seit ich es habe, läuft es rauf und runter und hin und her. Deshalb kommt der Dezembersong also von den schwedischen Melodic Death und Pagan Metallern King of Asgard.

„Einharjar“ ist ein echter Pagan Metal Hammer und hat alles, was ein Song braucht, um mich froh zu stimmen. Ein Riff, das sich für die nächsten sechs Wochen im Kopf fest fräst, eine äußerst gefällige Melodie, vorwärts preschende Gitarrenwände. Das Ganze wird gekrönt von Karl Beckmanns markerschütternden „Einharjar“ Rufen und seinem äußerst tollwütige Geknurre im Mittelteil – schön untermalt von Palm Mutes, gefolgt von einem kleinen Gitarrensolo.

Silence, hark and behold
Shattered fields, substantial darkness… and a swallowed sun
A sudden void, a sacred ground… where Death has sung

Einharjar – Die before us one and all
Einharjar – Chosen to die by the glimpse of an age
Einharjar – Die before us one and all
Einharjar – Reunite, we all shall fall

Härjafader, a woven fate in the hall of the slain
Härjafader, and a shadow of a thousand…
…when the Wolf comes!

A glance cold, dreaful to witness… and to hold
Since dawn of time, awaiting… yearning unfold

Einharjar – Die before us one and all
Einharjar – Chosen to die by the glimpse of an age
Einharjar – Die before us one and all
Einharjar – Reunite, we all shall fall

Inhaltlich geht es, wie in vielen Songs von King of Asgard, um den Tod auf dem Schlachtfeld – in diesem Fall eines nicht näher bezeichneten Herrn namens Einharjar. Nein, natürlich weiß der in der nordischen Mythologie bewanderte Teilzeitwikinger, dass es sich bei den Einharjar um die in der Schlacht ehrenvoll gefallenen Krieger handelt, die von den Walküren direkt und ohne Umwege nach Walhall geleitet werden. Dort kämpfen und saufen sie und gehen dem guten alten Odin dann bei der Schlacht am Ende aller Zeiten (Ragnarök) zur Hand. Jetzt reicht es aber mit der Geschichtsstunde. Zückt die Äxte! Viel Spaß beim Hören!

Quelle: Youtube Channel von Metal Blade Records: https://www.youtube.com/channel/UCSldglor1t-5E-Gy2eBdMrA

Gewinnspiel. Metal Album aus 2017 zu gewinnen!

Das Jahr tröpfelt langsam aber sicher dem Ende zu. Zeit für die üblichen Rückblicke und Resümees: War die Festivalzusammenstellung dieses Jahr perfekt oder gibt es noch Optimierungsbedarf? Wird der Metflaschenvorrat über Weihnachten reichen oder verlangen das Ertragen der Verwandtschaft und die Verdauung des Weihnachtsbratens nach ein paar zusätzlichen Flaschen? Wann im neuen Jahr werde ich meine Füße wieder sehen können? Habe ich genug neue Alben gekauft? Waren die alten Alben wie immer alle besser oder gab es Überraschungen? Welches Bandshirt fürs Fest und mit welchem starte ich ins neue Jahr? Was macht Helene Fischer in meinem CD-Regal?

Diese Liste könnte man noch beliebig verlängern – keine Sorge ich belasse es jetzt mal dabei. Mich interessiert heute, welches euer ganz persönliches Musikhighlight in diesem Jahr war. Welches Album hat euch so richtig vom Hocker gerissen, überrascht, zum Bangen, Lachen, Weinen oder Tanzen gebracht? Kommentiert unter dem Beitrag – entweder bei Facebook oder bei WordPress. Es lohnt sich, denn ich verlose unter allen Kommentaren zwei CDs. Ihr könnt wählen zwischen „Taudr“ von King of Asgard, „Two Paths“ von Ensiferum, „Ulfven“ von Ereb Altor, „The Secrets of the Magick Grimmoire“ von Elvenking oder „Machine Messiah“ von Sepultura. Nennt mir also in eurem Kommentar auch, welches Album ihr gern gewinnen möchtet. Es sind alles Alben, die ich dieses Jahr rezensiert habe. Wer sich unsicher ist, kann also nochmal nachschauen.

Zeit habt ihr dafür bis zum 17.12.2017 um 23:59 Uhr – und keine Sekunde später! Also, raise your horns und viel Glück.

Magisch. „Secrets Of The Magick Grimoire“ von Elvenking
Altbekanntes und frischer Wind. „Two Paths“ von Ensiferum
Packend. Die Geschichte vom Wolf – Ulfven von Ereb Altor
Black meets folk meets doom. :taudr: von King of Asgard
Temporeich, bedrohlich, aggressiv – „Machine Messiah“ von Sepultura

Das Kleingedruckte
Die beiden Gewinner werden aus allen Teilnehmern ausgelost. Jeder Gewinner erhält eine der zur Auswahl gestellten CDs. Der Name/ Nickname des Gewinners wird nach der Auslosung auf Thrash!Boom!Bang! veröffentlicht und der Gewinner außerdem per E-Mail oder Facebook benachrichtigt (bitte denkt also daran, beim Kommentieren eine tatsächlich von euch genutzte E-Mail-Adresse zu benutzen bzw. in eurem Facebook-Profil die Kontaktaufnahme per Nachricht zu erlauben). Die Adressdaten des Gewinners werden nur für den Versand benötigt und werden nicht an Dritte weitergegeben. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Versand nur innerhalb Deutschland und Österreich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit diesen Bedingungen einverstanden.

Song des Monats 11/2017 und Interview mit Kobra Paige

Der Song des Monats November kommt von Kobra and the Lotus und heißt „Light Me Up“. Er ist auf dem aktuellen Album „Prevail I“ zu finden, ein sehr gutes Album, das ich hier jedem ans Herz legen möchte.

„Light Me Up“ hat eine Botschaft – nein, nicht das Gesicht verziehen – und keine Angst, keine Politik, sondern ein Thema, das uns alle angeht: Kobra and the Lotus thematisieren in dem Song wie verbale und körperliche Gewalt einen Teil von uns verletzt, ausgrenzt und das Leben zur Hölle macht.

The pain is eating you alive
You’re suffering
Wonder If I’ll ever see you whole again

Diese drei Zeilen treffen es sehr gut. Jeder von uns kennt das doch: der eine ist zu dick, der andere zu dünn, der nächste hat die falsche Hautfarbe, jemand ist zu leise oder zu laut und mancher hört die falsche Musik und manchmal ist es auch egal warum draufgehauen wird. Das allein ist furchtbar, die Folgen daraus manchmal geradezu fatal.

Kobra Paige war so freundlich mir ihre Gedanken zu den Hintergründen und der Idee hinter „Light Me Up“ mitzuteilen. Die Band möchte mit dem Song auf psychische Probleme aufmerksam machen, auf Gewalt – insbesondere in ihrer schlimmsten Form gegen Kinder – aber auch ganz allgemein gegen Körper und Seele. Schon allein dieses Thema aufzugreifen verdient Respekt. Klasse finde ich aber, dass mit „Light Me Up“ nicht nur aufmerksam gemacht werden soll, sondern auch eine Botschaft an alle Gepeinigten gesendet wird:

„We want everyone to know that they are significant, they matter, and there are people who care about them out there.“ (Kobra Paige)

So sieht man es dann auch im Video: das Mädchen, das die Hand reicht. Oder im Song:

Don’t let go
I’ll find you in the darkness
I need you
Light up for me
Don’t let go
I’ll find you in the darkness
Never leave you
Light up for me

I know the weight of the pain you feel
I’ll share your burden, I’ll help you heal

So liegt in dem Song nicht nur die Hoffnung für die Schwächeren unter uns, dass die Stärkeren die Hand reichen und ihnen aus dem Mist, den sie erlebt haben, wieder raushelfen. Sondern es liegt auch die überaus wichtige Aussage drin, dass sie gebraucht werden, dass sie wichtig sind und dass auch die vermeintlich Starken jemanden brauchen.

All das macht den Song für mich überaus wichtig und zu einem der Songs des Jahres. Danke an Kobra and the Lotus, dass ihr eure Reichweite und Verantwortung als Band so nutzt. Und natürlich danke an Kobra Paige, dass Sie Ihre Gedanken zu dem Song mit uns teil. Das vollständige Interview findet Ihr unter dem Video.

Quelle: YouTube-Channel von Napalm Records, https://www.youtube.com/channel/UCG7AaCh_CiG6pq_rRDNw72A

Interview mit Kobra Paige:

T!B!B: First the song dedicates to a harmed person. In the video we see a lonely child, sad, threatened by other childs and harmed by it’s parents. What is the background for this? Do you know a person like in this song/video? Do you engage for threatened and vulnerable persons?

With the video you directly focus on children. Is there a particular reason for this focus? Maybe it could also to make clear the vulnerability of each person, within us we are all childs and can be in darkness and often easily be harmed. Or do you want to directly point out the problems some children have with parents which are addicted to alcohol and drugs and all the frightening stuff concerning that?

At the end I want to thank you for the wonderful music and especially for songs like this. Also the directly speech and the end of the video. „Every life is significant“ is a strong message and very important. Also the link to the helpline is a very good idea. Thank you for that.

Kobra Paige:

Regarding the theme of the music video, the child’s story was specifically chosen so that the message would have a bigger visual impact on people. The song’s message could and should be universally interpreted individually though. It was written for anyone facing their unique experience or connection to struggle. This song is not specifically about children but we should be protecting our children from the corrupt ways of our humanity as much as possible. They are the only chance of a better future while this earth is still full of people.

Children are the closest thing (we as humans) to pure innocence as possible and most people are distraught when seeing a child treated in an ill manner. Bullying, domestic abuse, and depressive disorder are just a few of the massive issues people face within today’s society. Suicide is also a very real issue. It would probably shock people to know that many suicides will happen as young as around age 13 for kids. Kids especially have no tools for dealing with trauma and, as many of us know, a traumatic event will go on to haunt us forever in our adulthood.

If you listen to our drummer’s (Marcus Lee) Part Two episode on our bass player’s podcast “Sons of Thunder”, you will hear about a first hand experience where he needed protection as a child and it was not provided. Marcus further goes on to explain the repercussions it has had on him as an adult later in life.

Another major topic the band feels passionate about is mental health. There is a general disregard and lack of awareness for people facing struggles with mental health. Many people feel alone, misunderstood, and/or unsupported with their diagnosis. We would like to bring more attention to this and in our own way provide support. I have many loved ones in my life who deal with serious mental illness on a daily basis. It is not an easy life to be dealt and most do not choose it. They are brilliant people but have this giant obstacle always standing in the way of living a fully functional or independent life.

The ultimate pinnacle of this video is the offering of a helping hand to those in need. If you are personally in a state of crisis or know someone who is considering taking their own life, please do not hesitate to call your local life line. Sometimes it can be hard to understand why we should go on living when we have had certain experiences happen to us, loose hope, or have lost our general sense purpose. The apathy comes in and there is no desire to fight for ourselves anymore. We want everyone to know that they are significant, they matter, and there are people who care about them out there.

 

Gewaltig mystisch – Terraforming von Jupiterian

Sludge/Doom
Veröffentlicht: 15.11.2017
Transcending Obscurity Records
https://www.facebook.com/jupiteriandoom


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Terraforming

Terraforming heißt auf Deutsch soviel wie Erdbildung und bezeichnet den Prozess, einen Planeten mittels moderner Technik zu einem der Erde ähnlichen Planeten umzugestalten. Wer diesen Titel für ein Metal-Album wählt, verspricht in übertragenem Sinne also in der Tat weltbewegendes, vor allem aber gewaltiges. Damit nehmen Jupiterian den Mund auch beileibe nicht zu voll, denn urgewaltig schallt es tatsächlich aus Brasilien mit einer gekonnten Mischung aus Sludge, Doom und ein paar schwarz eingefärbten Versatzstücken. Der Titel und das Cover passen also, kommen wir zum Inhalt an sich. Sechs Lieder dräuen, allesamt in mittlerer Länge, den droneartigen Titeltrack mal ausgenommen.

Einsteigen will ich aber gar nicht mit dem ersten Lied Matriarch, sondern im Sinne eines gewagten umgedrehten Spannungsbogens mit Sol, dem letzten Lied, das mir schlichtweg am besten gefällt. Das liegt zuallererst am unglaublich wuchtigen Riffing. So düster auch alles klingen mag, muss man doch unwillkürlich grinsen, wenn die Walze mit ordentlich Bassfundament ins Rollen kommt. Melodisch wird’s dann auch noch, fast poppig mit getragenen Achteln. Sowieso können die Jungs bei aller Schwere auch die ein oder andere schöne Melodei hervorzaubern. Bestes Beispiel dafür ist Unearthly Glow, dessen Hauptriff mit ordentlich Ohrwurmcharakter daherkommt, bevor gegen Ende wundervolle Leads das Regiment übernehmen und unterlagert von einem Double-Bass-Teppich das Lied fast träumerisch ausklingen lassen.

Dieser Eindruck soll aber nicht täuschen, denn die Hauptstimmung von Terraforming ist dann doch eher im Bereich mit wenig Lux zu finden. Großteils geht es also finster zu, wenn es auch wie im Mittelteil von Us And Them sehr, sehr kurze Lichtblicke gibt. Bei dem Lied will ich auch kurz bleiben, wegen des genialen Einstiegs mit zunächst langsamer mystischer Gitarre, was nach wenigen Sekunden von wildem Gekloppe überlagert wird, um dann – Atem holen – in einem wohlgefälligen Groove aufzugehen.

Markenzeichen sind die typischen sludgigen, schrägen Gitarrenriffs, die mich ein ums andere Mal an die französischen Sludge-Kollegen Regarde Les Hommes Tomber erinnern. Besonders stark tritt das beim Einstieg Matriarch zutage. Das wird nach einem okkult wirkenden Intro von einem simplen, aber effektiven Bass-Riff dominiert. Über dem Basskeller schwebt wie eine bedrohliche Hornisse die eher dissonant klingende Gitarre, was ein wunderbar unheilvolles Bild ergibt. Als erstes Lied ist das wohlweislich gewählt, überrascht es doch zunächst und macht dann neugierig auf den Rest.

Alles in allem wird Terraforming wie es sich für das Genre gehört beherrscht von schweren Gitarren und stark verzerrtem Bass. Doch belassen es Jupiterian glücklicherweise nicht bei Heaviness alleine. Das würde das Album bei aller Liebe auch schlicht nicht tragen. Sie mischen geschickt Elemente aus anderen Musikrichtungen wie Black- oder Doom-Metal unter. Dabei gelingt ihnen das Kunststück, die Spannung durch immer neue Ideen bis zum letzten Lied hoch zu halten. Mit der mystisch-hypnotischen Atmosphäre, die sich durch Terraforming zieht, wird noch ein eigenes Markenzeichen gesetzt. Das hebt Jupiterian wohltuend von anderen Genrevertretern ab. Auch klingt das Album erstaunlich eingängig, hat viele Stellen zu bieten, die sich schon beim ersten Hören ins Ohr festbeißen und trotzdem genug Tiefe für viele, viele Wiederholungen. Im Gegensatz zu Exile von Regarde Les Hommes Tomber, das natürlich weit mehr an Black Metal angelehnt ist, ich sag’s gleich dazu, ist Terraforming auch nicht anstrengend, sondern leicht zu durchdringen. Bei dem Stoff ist das nicht einfach zu bewerkstelligen und verdient daher durchaus Beachtung.


Lieder:

  1. Matriarch
  2. Unearthly Glow
  3. Forefathers
  4. Terraforming
  5. Us And Them
  6. Sol

Band:
V – Gitarre, Gesang
R – Bass
A – Gitarre
G – Schlagzeug

Magisch. „Secrets Of The Magick Grimoire“ von Elvenking

Pagan/Folk/Powermetal
Veröffentlicht: 10.11.17
AFM Records
http://www.elvenking.net/


Secrets Of The Magick Grimoire

Secrets Of The Magick Grimoire

Gute Nachrichten, sofern du kein Ork oder auch ein Troll bist: die Elfenkönige sind zurück. Die italienischen Paganpowermetaller veröffentlichen am 10. November ihr neues Album „Secrets Of The Magick Grimoire“. Da ich das letzte Album „The Pagan Manifesto“ von 2014 ziemlich gut, ausgefeilt und voller genialer Ideen fand, gehe ich natürlich mit der nötigen Skepsis an die Sache: „Kann man das toppen? – Natürlich nicht!“ Man hat schließlich einen Ruf als ewiger Schwarzseher zu verlieren. Oder? Öffnen wir doch das Grimoire – das Zauberbuch voll magischen Wissens – und sehen und hören was passiert. Wenn die Zeilen hier abbrechen bin ich jetzt eine hässliche, picklige Kröte — Quaaaak!

Puh, also mir ist nichts passiert – den Vollbart hatte ich ja vorher schon. Wenden wir uns also endlich Elvenking und „Magick Grimoire“ zu. Ich habe tatsächlich einige Durchläufe gebraucht, um mich gedanklich vom überragenden „Pagan Manifesto“ zu lösen, und nicht ständig Vergleiche anzustellen. Das Album startet mit Sänger Damna, der uns ein geheimnisvoll-vielversprechendes „Lalala“ heraushaucht? Krächzt? Geflüsterte und gehauchte Worte. Streicher. Orchestrierung. Und dann geht’s los! Die Herren geben Gas. Ein eingängiges Gitarrenriff, mit Druck vorgebracht, Damnas kraftvolle Stimme. Ein eingängiger Mitsingrefrain. Dazu noch Synthis und Chöre, die ein wenig Geheimnis zaubern und feinste Gitarrenarbeit von Aydan und Rafahel. Mit „Invoking The Woodland Spirit“ verbreiten Elvenking absolute Aufbruchstimmung. Die eingängigen, schönen Ohrschmeichlermelodien und die Mitsingrefrains begleiten uns auf dem ganzen Album. „Draugen’s Maelstorm“, „The One We Shall Follow“, „The Wolves Will Be Howling Your Name“ oder „Summon The Dawn Light“ reihen sich ein. Leider fehlt aber hier und da auch der Kick und der Song plätschert belanglos vor sich hin. „3 Ways To Magick“ oder „Straight Inside Your Winter“ haben mich zumindest nicht so vom Hocker gerissen. Das gilt teilweise auch für „The Horned Ghost And the Sorcerer“. Zwischendurch plätschert es ganz schön. Aber da hat Fiedelfritze Lethien seinen ersten richtigen Einsatz und das reißt es wieder raus. Auch der neue Drummer Lancs und Bassist Jakob tragen dazu bei, dass der Song am Ende doch hörenswert ist. Ein FF-Mittelteil (Fiedel-Flöte) animiert zum mittelalterlichen Gesellschaftstanz, man kann aber auch nur lauschen und genießen. Keine Sorge, neben „Invoking The Woodland Spirit“ bietet „Secrets Of The Magick Grimoire“ noch ein paar weitere Highlights. „The One We Shall Follow“ schlendert zwar rhythmisch gemütlich vor sich hin, aber melodisch und gitarrentechnisch gefällt mir der Song echt gut. Auch hier wird wieder geflüstert – untermalt mit einigen Pianotönchen für die geheimnisvolle Note. „Grain Of Truth“ haut richtig schön rein. Drummer Lancs variiert immer wieder das Tempo, Cleangesang und Growls sorgen für Abwechslung, Streicher bringen die nötige Dramatik ins Spiel, das Xylophon rockt mal so richtig, Damna flüsterkrächzt dazu und eine weibliche Cleanstimme und ein wunderbares Gitarrensolo werden auch noch geboten. Ein bunter Strauß an tollen Ideen würde ich jetzt sagen – wenn ich jemand anderes wäre. „The Wolves Will Be Howling Your Name“ gefällt mir ebenfalls. Ein akustisches Flöte-Gitarre Intro, dann verbreitet die Fiedel hektische Hummel-Irrwisch-Stimmung. Das macht sie genialerweise auch später nochmal und dann wird das Tempo wieder radikal zurückgefahren. Das Tempo wechselt also immer wieder zwischen langsam-wiegend im Refrain, Midtempo und hektischer Fiedel. Und ’nen Chor gibt’s auch noch dazu. Chor ist das passende Stichwort für „The Court Of The Wild Hunt“, ein weiteres Highlight des Albums. Der Song startet mit Gesang? – ähm – Gegröle? – oder Gekrächze? – akustisch begleitet. Mit Tempo und Power geht’s weiter. Ein sanfter Break, rüde unterbrochen von Growls, Aydan und Rafahel zeigen eindrucksvoll, was sie aus ihren Gitarren so rausholen können. Fiedel und Gitarrenbreak mit Cleangesang. Aber man ahnt es schon, die Ruhe hält nicht lang. Tempowechsel, bedrohliche Stimmung durch Chöre und Streicher. Power. Akustisches Ende. Jawoll! Den Abschluss des Albums bildet „A Cloak Of Dusk“. Zart, akustisch mit Gitarre und Fiedel. Gesungen von Damna und einer weiblichen Stimme schließt sich das Zauberbuch sacht.

Ein Elvenking Album zu hören ist für mich jedes Mal, wie wenn man abends am knisternden Kamin das Märchenbuch aufschlägt. Es gibt wahrlich schöne, eingängige, magische Melodien, die verzaubern. Es gibt die fiesen, bösen Untertöne und das drohende Unheil – und beide ringen miteinander. „Secrets Of The Magick Grimoire“ kommt für mich zwar nicht ganz an das Vorgängeralbum heran – aber es fehlt auch nicht viel. Hier und da sind mir einige Songs zu seicht, zu plätschernd. Doch Songs wie „Invoking The Woodland Spirit“, „Grain Of Truth“, „The Court Of The Wild Hunt“ oder auch der sanfte Abschluss „A Cloak Of Dusk“ reißen das wieder raus. Sie ziehen einen in ihren Bann mit ihrer mal kraftvollen, mal sanften, geheimnisvollen, teils keltisch-mittelalterlichen Atmosphäre, ihren Melodien, die direkt ins Ohr gehen und den Mitsing (oder -gröl, je nach Begabung) Refrains. Und es gefällt mir wieder einmal, wie Elvenking die unterschiedlichsten Instrumente und ihre Stimmen einsetzen, um eine ganz eigene, märchenhafte, magische, plastische Stimmung zu schaffen. Wer neben Schwarz auch noch ein bisschen bunt vertragen kann, dem sei „Secrets Of The Magick Grimoire“ empfohlen.

Quelle: YouTube Channel von AFM Records https://www.youtube.com/channel/UCKdA5J4-opjla1aWOjF74mg


Tracks:
1. Invoking The Woodland Spirit
2. Draugen’s Maelstorm
3. The One We Shall Follow
4. The Horned Ghost And The Sorcerer
5. A Grain Of Truth
6. The Wolves Will Be Howling Your Name
7. 3 Ways To Magick
8. Straight Inside Your Winter
9. The Voynich Manuscript
10. Summon The Dawn Light
11. At The Court Of The Wild Hunt
12. A Cloak Of Dusk

Band:
Damna (Gesang)
Aydan (Gitarre, Gesang)
Rafahel (Gitarre)
Jakob (Bass, Gesang)
Lethien (Violine, Gesang)
Lancs (Schlagzeug)