Einmal abtauchen. Der Weg Einer Freiheit im Wizemann in Stuttgart

(English Version below)

Endlich! Nach gefühlt 100 Jahren Abstinenz hatte ich mal wieder Zeit und Gelegenheit, auf ein Konzert zu gehen. Ich weiß – ich sehe jünger aus. Danke! Und dann auch noch DIESES Konzert. Der Weg Einer Freiheit gaben sich die Ehre im Wizemann in Stuttgart. Ihr aktuelles Album „Noktvrn“ gehört zu meinen absoluten Lieblingsalben und läuft rauf und runter. Nichts konnte mich also davon abhalten, dieses Konzert zu besuchen.

Bizarrekult, Stuttgart

Bizarrekult, Stuttgart

Ich war übrigens zum ersten Mal im Wizemann und muss sagen, der Club hat mir echt gut gefallen. Nettes Ambiente, nettes Personal und tolle Akustik. Vom Opener Bizarrekult – Progressive Black Metal aus Norwegen – habe ich leider nur noch den neuen Song „Kongen“ vom zweiten Album der Band (Den Tapte Krigen“) mitbekommen. Das Publikum hat zwar nicht so richtig gecheckt, wann es mitsingen soll, aber der Song war super und die Energie des Sängers D. hat mich sofort mitgenommen.

Regarde Les Hommes Tomber, Stuttgart

Regarde Les Hommes Tomber, Stuttgart

Als zweite Band des Abends folgten Regarde Les Hommes Tomber aus Frankreich mit ihrem Mix aus Black Metal und Sludge. Neben den coolen, hypnotischen Drumpassagen ist mir vor allem die Performance des Sängers T.C. in Erinnerung geblieben. Eine Mischung aus dem orientalischen Tanz entlehnten Armbewegungen und Ausdruckstanz. Manchmal auch eng umschlungen mit dem Mikro.

DWEF, Stuttgart

DWEF, Stuttgart

Und dann enterten Der Weg Einer Freiheit endlich die Bühne. Ich bin jetzt noch total verzückt. Die Energie, welche die Band ausstrahlt, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Schon bei den ersten Klängen von „Morgen“ vom aktuellen Album „Noktvrn“ zog die Musik einen unweigerlich in ihren Bann und ließ einen nicht mehr los. Über „Posthum“ bis zum letzten Ton von „Zeichen“. DWEF können einfach Power, Energie und bildschöne, cleane Momente. Und das alles perfekt abgestimmt und klanglich top. Der cleane Sound der Gitarren ist so glasklar und berückend, dass man es kaum aushält. Man hat förmlich gespürt, wie die Band mit ihrer Musik das Publikum hypnotisierte und verzauberte. Vielleicht hätte ich mir noch ein Liedchen mehr vom aktuellen Album gewünscht. Neben „Morgen“ spielten DWEF noch „Am Rande der Dunkelheit“ und – damit ist alles auch wieder wett gemacht: „Gegen das Licht“, meinen absoluten Lieblingssong. Ein wahres Meisterwerk. Nicht einmal die seltsamen Posing- und Tanzeinlagen des relativ bedüdelten Typs vor mir konnten dieses Erlebnis beeinträchtigen. Obwohl Klatschversuche in ruhigen Passagen schon unter Strafe gestellt werden sollten. Beeindruckend war auch ein Herr neben mir, der es schaffte, beim Bangen seinen Oberkörper parallel zum Fußboden zu bringen und dabei noch mit den Armen zu rudern, ohne auf die Fresse zu fliegen. Respekt! Hach, ich bin immer noch ganz bezaubert und beseelt – also nicht von den Tanzeinlagen, sondern von DWEF – und „Gegen das Licht“ läuft in Dauerschleife in meinem Kopf. Ich glaub, ich greif jetzt erstmal zur Gitarre.

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English Version

Finally! After what felt like 100 years of abstinence, I once again had the time and opportunity to go to a concert. I know – I look younger. Thanks! And then THIS concert. Der Weg Einer Freiheit honoured the Wizemann in Stuttgart. Their current album „Noktvrn“ is one of my absolute favorite albums and plays non stop. So nothing could keep me from going to this concert.

Incidentally, this was my first time at the Wizemann and I have to say that I really liked the club. Nice ambience, nice staff and great acoustics. From the opener Bizarrekult – Progressive Black Metal from Norway – I unfortunately only heard the new song „Kongen“ from the band’s second album („Den Tapte Krigen“). The audience didn’t really know when to sing along, but the song was great and the energy of singer D. grabbed me right away.

The second band of the evening was Regarde Les Hommes Tomber from France with their mix of black metal and sludge. In addition to the cool, hypnotic drum passages, I remember mainly the performance of the singer T.C.. A mixture of arm movements borrowed from oriental dance and expressive dance. Sometimes also tightly entwined with the microphone.

And then Der Weg Einer Freiheit finally took the stage. I’m still totally ecstatic. The energy that the band spreads can hardly be described in words. Already with the first sounds of „Morgen“ from the current album „Noktvrn“ the music inevitably pulled you under its spell and didn’t let you go. From „Posthum“ to the last sound of „Zeichen“. DWEF can simply do power, energy and beautiful, clean moments. And all this is perfectly coordinated and has a great sound. The clean sound of the guitars is so crystal clear and enchanting that you can hardly stand it. You could literally feel how the band hypnotized and enchanted the audience with their music. Maybe I would have wished for one more song from the current album. In addition to „Morgen“, DWEF also played „Am Rande der Dunkelheit“ and – that makes up for everything: „Gegen das Licht“, my absolute favorite song. A true masterpiece. Not even the strange posing and dancing of the relatively drunk guy in front of me could spoil this experience. Although attempts to clap in quiet passages should be punished. Also impressive was a gentleman next to me, who managed to bring his upper body parallel to the floor while banging and while rowing his arms without flying on his face. Respect! Oh, I’m still completely enchanted and inspired – not by the dance numbers, but by DWEF. „Gegen das Licht“ is running in a continuous loop in my head. I think I’ll pick up the guitar now.

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