Song des Monats 06/18

Wir starten nachdenklich in die Woche. Muss ja zwischendurch auch mal sein. „Warboy“ heißt er, der Song des Monats. Er wird sich auf dem neuen Album der finnischen Groove Metaller Profane Omen befinden, das Anfang September erscheint. Ich bin schon sehr gespannt auf die neue Scheibe. Mit „Warboy“ beweisen die Finnen, dass sie die vier Jahre seit dem letzten Album nicht nur damit verbracht haben seltsame Bilder zu posten – obwohl das natürlich durchaus auch sehr wichtig ist, ohne Frage.

„Warboy“ ist ein ernster, nachdenklicher Song, der das Thema Krieg behandelt. Wofür ziehen Menschen in den Krieg? Wollen sie das wirklich selbst oder sind sie gezwungen? Geht die anfängliche Begeisterung ganz schnell verloren, wenn der Krieg sein widerliches Gesicht zum ersten Mal ganz real offenbart? Und schließlich die Frage „Hat sich das nun alles gelohnt?“ „Kannst du nachts noch schlafen?“ Das Thema ist auf keinen Fall neu, doch leider immer noch aktuell, und ich finde, Profane Omen transportieren es gut. Einem ruhigen, instrumental akustischen und stimmlich cleanen Beginn, der mit einem Seufzer endet, folgt eine aufrüttelnde Shoutattacke, untermalt von einem zurückhaltenden Gitarrenriff. Der Wechsel zwischen Clean- und Shoutstimme zieht sich durch den Song und im letzten Drittel geben die Herren nochmal richtig Gas – untermalt von Schussgeräuschen und mit der Frage versehen: „Do you like what you see?“ Sehr gelungen. Übrigens haben sich Profane Omen für den Song stimmliche Unterstützung von Markus Toivonen (Ensiferum), Mathias Lillmåns (Finntroll), Jonne Järvelä (Korpiklaani) und Ville Sorvali (Moonsorrow) geholt. „Warboy“ hat mich neugierig gemacht, auf das neue Album „Ooka“. Vielleicht geht es euch auch so?! Viel Spaß jedenfalls beim Hören – und beim Sehen, das Video ist sehr künstlerisch.

Quelle: YouTube Channel von Profane Omen https://www.youtube.com/channel/UCtvbwm1K1Gyz05QQPNqJdKQ

Song des Monats 05/18

Der Monat Mai steht ganz im Zeichen von Amorphis und ihrem neuen Album „Queen of Time“. Der Song des Monats heißt deshalb „The Bee“. Der Song ist progressiv und archaisch-geerdet zugleich. Einerseits wartet er mit einem wuselig-flirrenden Synthiriff, orientalischen Klängen, Chorgesang und Orchesterarrangement auf. Dann kombinieren die Finnen dazu aber den Kehlkopfgesang von Albert Kuvezin und Joutsens dunkle Growls und verleihen dem Ganzen so eine gewisse Erdung, etwas Schamanistisches, sogar eine gewisse Rohheit. Die steht wiederum in reizvollem Gegensatz zum sirenenhaften Gesang einer weiblichen Stimme und zu Chor und Orchester. Die Synthis sorgen für eine weltentrückte Stimmung, die kraftvollen Gitarren holen das Ganze wieder zurück auf den Boden. Man denkt, all das kann nie zusammen funktionieren. Tut es aber doch! Viel Spaß beim Hören!

YouTube Channel von Nuclear Blast Records: https://www.youtube.com/channel/UCoxg3Kml41wE3IPq-PC-LQw

Song des Monats 04/18

Obscura haben mir live als Vorband von Sepultura so gut gefallen, dass der Aprilsong „Ten Sepiroth“ heute von den Landshuter Technic Death Metallern kommt. Ihr findet den Song auf dem wirklich großartigen Album „Akróais“, das 2016 veröffentlicht wurde. Dort trifft Rationalität auf Metaphysik, sturkturierter Technical Death Metal auf progressive Elemente. Alles dreht sich ums Universum und seine Schwingungen und um Eschatologie.

In „Ten Seprioth“ geht es um das Hervorgehen der verschiedenen Schöpfungsphasen aus dem Einen. Es geht um Licht, um Gegensätze, um hell und dunkel, männlich und weiblich. Ich habe das jetzt mal sehr laienhaft zusammengefasst. Wer sich näher mit dem Thema befassen möchte – fragt bloß nicht mich!

A crown, created with divine will
An infinite light of the creator

Through wisdom, from nothingness, a first revelation
An unbound flash widespread, sheer cataclysm

A vessel, made of comprehension
To give it grasp, of breadth and depth

Ten Sepiroth – A central state of unity
Ten Sepiroth – Amanations pure creation

Upholding the heavens, saturating the stars
In splendor bright glory, deliverance ascends
Sustaining the cosmos, a maelstrom of spirits
In newborn distress, emblazed sparkling spheres

Loving grace of inspiring vision
Withhold this victory in mere sincerity
To envision the concentric circles
Conscious alone the heretic

Through wisdom, from nothingness, a first revelation
An unbound flash widespread, sheer cataclysm
Ten Sepiroth – A central state of unity
Ten Sepiroth – Emanations pure creation

Bevor sich das Hirn jetzt vollends verknotet, wenden wir uns lieber der Musik zu. Der Song beginnt mit einem cleanen Gitarrenintro mit Bassuntermalung, nimmt dann aber recht schnell Fahrt auf und verpasst uns den Tritt in den Hintern, den wir gelegentlich brauchen. Rafael Trujillos Finger flattern Schmetterlingsflügeln gleich über das Griffbrett, das Schlagzeug bläst uns die Perücke weg und der Bass sorgt dann wieder für ein wenig Entspannung. Ein paar schöne Harmonien gibts auch noch und am Ende driftet der Song unbestimmt aus. Und weil es Spaß macht den Herren bei ihrer Arbeit zuzusehen, nutzen wir doch die Chance, dass es zu „Ten Sepiroth“ mehrere Videos gibt und betrachten den Song von allen Seiten genau. Sehr wissenschaftlich, oder? Viel Spaß!

YouTube Channel von RealmOfObscura: https://www.youtube.com/channel/UCVwhh7xGEaImvjBsdjQbe0w

YouTube Channel von RealmOfObscura

YouTube Channel von RealmOfObscura

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Song des Monats 03/2018

Fast hätte es im März keinen Song des Monats gegeben, aber so hatten wir nicht gewettet. Der Song des Monats heißt dieses Mal „Marionette“ und kommt von Witherscape. Die Band wurde von Dan Swanö gegründet und dieser ist uns als Musiker (zum Beispiel Nightingale, Edge of Sanity, Bloodbath, Moontower) und auch als Produzent (Opeth, Dissection, Katatonia und Asphyx) bekannt.

„Marionette“ ist auf dem Album „The Northern Sanctuary“, das zweite das Swanö zusammen mit Ragnar Widerberg aufgenommen hat. Das Album lebt neben der schönen Gitarrenarbeit und den passend eingestreuten Progressive-Elementen vom Wechsel zwischen Cleangesang und Growls. Bei „Marionette“ erzeugt dies eine ganz besondere Stimmung. Clean umschmeichelt Swanös Stimme unsere Ohren zunächst, wirkt zurückhaltend, fast schon traurig. Und dann werden wir von den Growls förmlich weggeblassen und das mit einer Intensität und einem Ausdruck, daß mir beim Zuhören förmlich ein Klos im Hals steckt. Ich hoffe euch gefällt „Marionette“ auch und lege euch das gesamte Album hiermit nochmal wärmstens ans Herz.

Quelle: YouTube-Channel von Century Media Records, https://www.youtube.com/channel/UCnK9PxMozTYs8ELOvgMNKFA

Song des Monats 02/18

Es gibt Bandnamen, da muss man keine großen Worte machen – die haben ihren ganz eigenen Klang. Iron Maiden. Ha, klappt doch, oder? Fast jeder, der Metal mag, verbindet etwas mit den englischen Heavy Metal Haudegen und ihrem Maskottchen Eddie. Und der Februar Song „Run to the Hills“, der 1982 auf dem Album „The Number of the Beast“ veröffentlicht wurde, gehört heute immer noch zu den beliebtesten Metal Songs überhaupt. Ein echter Klassiker also.

In „Run to the Hills“ geht es um einen Konflikt zwischen europäischen Soldaten und den Cree. Zu Beginn wird dieses denkwürdige Ereignis aus Sicht der Einheimischen beschrieben:

White man came across the sea
He brought us pain and misery
He killed our tribes, he killed our creed
He took our game for his own need

We fought him hard we fought him well
Out on the plains we gave him hell
But many came too much for Cree
Oh will we ever be set free?

Schließlich geben die europäischen Neuankömmlinge ihre Sicht der Dinge wieder:

Riding through dust clouds and barren wastes
Galloping hard on the plains
Chasing the redskins back to their holes
Fighting them at their own game
Murder for freedom’s a stab in the back
Women and children the cowards attack

Und zu guter Letzt meldet sich noch ein beobachtender Erzähler zu Wort:

Soldier blue in the barren wastes
Hunting and killing’s a game
Raping the women and wasting the men
The only good Indians are tame
Selling them whiskey and taking their gold
Enslaving the young and destroying the old

Bassist Steve Harris, der den Song geschrieben hat, wollte in „Run to the Hills“ übrigens das Galoppieren der Pferde nachahmen. Die Basslinie ist also äußerst hörenswert. So, jetzt schnall ich mir meinen 80er Jahre Flokati auf den Kopf, schmeiß mich in die hautengen Leggins und geh noch ne Runde ab. Viel Spaß beim Hören! Und verpasst nicht mein Special über „Metaller in Leggins – gelungener Modetrend oder Epic Fail?“

YouTube Channel von Iron Maiden https://www.youtube.com/channel/UCaisXKBdNOYqGr2qOXCLchQ

Song des Monats 01/18

Mit einer wichtigen Message möchte ich ins neue Jahr starten. Hütet euch vor der Moltebeere! Was es mit dieser Warnung auf sich hat? Geduld, Geduld! Sie hat etwas mit dem Januarsong zu tun. Der kommt von der norwegischen Folkmetal Band Ásmegin und heißt „En Myrmylne“. Ihr findet den Song auf dem 2008 erschienenen Album „Arv“.

In „En Myrmylne“ geht es um einen Mann, der fröhlich aufbricht, um die im Sumpf ansässige Moltebeere zu pflücken. Dabei gerät er immer tiefer in den Wald und der Sumpf gibt ihn schließlich nicht mehr frei. Er geht unter und stirbt. Als er so vor sich hin versinkt, begegnen ihm allerlei geheimnisvolle Nebelwesen, die einen lustigen Walzer um ihn herum vollführen. Naja – und da er eh nicht wegkommt, lernt er eben flugs die Schritte und macht halt mit.

„Op ifra Søkket
op ifra Skoddehav,
en duvende Mylne
hos Tørvfolket stod
Dødmand byder
sin Dødkone op

Forføred af Løden
om Myrens smukke Guld
Forsømmed jeg Døden
kring Multens vonde Kuld

Multens Greb nu omkring mig slog
og lokker mig længer ud paa Lunsemyr
–mens Dødens Vals tiltog

Tørvens Greb haardt omkring min Fod
og trækker mig ned mod min vaate Grav

Min Krop saa tung, saa hvilkekær
fredsælt min Vilje her bleges af

Dødmand om
sin Dødkone
Hænderne hævet
over Hoved

En Aattetur
i evig Rundgang
-slig gaaer Dødens Vals

Høire Haand
tvunded i hendes
Venstre Haand
tvunden i hans

Til Toner
af Raaten gik
Mylnen med en Oddes Savn
Hvis Multerne
saa til næste Høst
min Danseuse vilde skænke mig“

„Seduced by the sound
Of the bog’s lovely gold
I neglected the Death
Around the cloudberry’s evil cold

Up from the hollow
Up from the fog-sea
A swaying mylne
Stood by the peat-people
The dead men summons
His dead wife

The cloudberry’s grasp wrap me around
And allures me further on the treacherous bog
While the Death’s waltz enhances

Peat’s grasp hardly around my foot
And pulls my down towards my wet grave

My body so heavy, so motionless
Peace-loving my will gets pale

Dead men by
His dead women
Hands lifted
Over the head

A eight figure
In eternal turn
Such goes the Death’s waltz

Right hand
Entwined in hers
Left hand
Wound in his

To the tunes
Of decay went
The mylne with a nostalgia for the odd one
Whose cloudberries
Saw the next autumn
That my dancer will grant me“

„En Myrmylne“ ist typisch für den Stil von Ásmegin – eine Verschmelzung aus Blackmetal und Folkelementen. Dabei bringen die Norweger die verschiedensten Instrumente zum Einsatz. In diesem Song schmeichelt und klagt eine Violine und bildet einen unglaublich passenden Gegensatz zu den derben Growls. Gänsehaut sag ich nur. Der Song spitzt sich langsam aber sicher zu. Flotte, fast funkige Parts wechseln mit langsamen, doomig anmutenden Passagen. In den schnelleren Teilen überraschen Ásmegin mit der genialen Kombi aus Bass und Hammond-Orgel. Langsam und quälend schleppt sich „En Myrmylne“ dem Ende zu begleitet von röchelnden und grunzenden Vocals. Und wenn man denkt – nu isser hin – dann folgt ein erneutes Aufbäumen. Eine weibliche Stimme verbreitet sphärische Stimmung und der Walzer (myrmylne) beginnt… Hütet euch vor der Moltebeere – es sei denn, ihr steht auf Walzer!

YouTube Channel von mayplaylist: https://www.youtube.com/channel/UCxLHe-38SuErp-ZRtPXho4w

Song des Monats 12/17

Im November wurde endlich eine unverzeihliche Lücke in meinem Fundus an Metal Alben geschlossen. Mein Mann schenkte mit zum Geburtstag “Fi’mbulvintr” von King of Asgard. Warum dieses wunderbare, 2010 erschienene und absolut zu empfehlende Album noch fehlte? Keine Ahnung. Es gibt keine vernünftige Begründung dafür – denn seit ich es habe, läuft es rauf und runter und hin und her. Deshalb kommt der Dezembersong also von den schwedischen Melodic Death und Pagan Metallern King of Asgard.

„Einharjar“ ist ein echter Pagan Metal Hammer und hat alles, was ein Song braucht, um mich froh zu stimmen. Ein Riff, das sich für die nächsten sechs Wochen im Kopf fest fräst, eine äußerst gefällige Melodie, vorwärts preschende Gitarrenwände. Das Ganze wird gekrönt von Karl Beckmanns markerschütternden „Einharjar“ Rufen und seinem äußerst tollwütige Geknurre im Mittelteil – schön untermalt von Palm Mutes, gefolgt von einem kleinen Gitarrensolo.

Silence, hark and behold
Shattered fields, substantial darkness… and a swallowed sun
A sudden void, a sacred ground… where Death has sung

Einharjar – Die before us one and all
Einharjar – Chosen to die by the glimpse of an age
Einharjar – Die before us one and all
Einharjar – Reunite, we all shall fall

Härjafader, a woven fate in the hall of the slain
Härjafader, and a shadow of a thousand…
…when the Wolf comes!

A glance cold, dreaful to witness… and to hold
Since dawn of time, awaiting… yearning unfold

Einharjar – Die before us one and all
Einharjar – Chosen to die by the glimpse of an age
Einharjar – Die before us one and all
Einharjar – Reunite, we all shall fall

Inhaltlich geht es, wie in vielen Songs von King of Asgard, um den Tod auf dem Schlachtfeld – in diesem Fall eines nicht näher bezeichneten Herrn namens Einharjar. Nein, natürlich weiß der in der nordischen Mythologie bewanderte Teilzeitwikinger, dass es sich bei den Einharjar um die in der Schlacht ehrenvoll gefallenen Krieger handelt, die von den Walküren direkt und ohne Umwege nach Walhall geleitet werden. Dort kämpfen und saufen sie und gehen dem guten alten Odin dann bei der Schlacht am Ende aller Zeiten (Ragnarök) zur Hand. Jetzt reicht es aber mit der Geschichtsstunde. Zückt die Äxte! Viel Spaß beim Hören!

Quelle: Youtube Channel von Metal Blade Records: https://www.youtube.com/channel/UCSldglor1t-5E-Gy2eBdMrA

Song des Monats 11/2017 und Interview mit Kobra Paige

Der Song des Monats November kommt von Kobra and the Lotus und heißt „Light Me Up“. Er ist auf dem aktuellen Album „Prevail I“ zu finden, ein sehr gutes Album, das ich hier jedem ans Herz legen möchte.

„Light Me Up“ hat eine Botschaft – nein, nicht das Gesicht verziehen – und keine Angst, keine Politik, sondern ein Thema, das uns alle angeht: Kobra and the Lotus thematisieren in dem Song wie verbale und körperliche Gewalt einen Teil von uns verletzt, ausgrenzt und das Leben zur Hölle macht.

The pain is eating you alive
You’re suffering
Wonder If I’ll ever see you whole again

Diese drei Zeilen treffen es sehr gut. Jeder von uns kennt das doch: der eine ist zu dick, der andere zu dünn, der nächste hat die falsche Hautfarbe, jemand ist zu leise oder zu laut und mancher hört die falsche Musik und manchmal ist es auch egal warum draufgehauen wird. Das allein ist furchtbar, die Folgen daraus manchmal geradezu fatal.

Kobra Paige war so freundlich mir ihre Gedanken zu den Hintergründen und der Idee hinter „Light Me Up“ mitzuteilen. Die Band möchte mit dem Song auf psychische Probleme aufmerksam machen, auf Gewalt – insbesondere in ihrer schlimmsten Form gegen Kinder – aber auch ganz allgemein gegen Körper und Seele. Schon allein dieses Thema aufzugreifen verdient Respekt. Klasse finde ich aber, dass mit „Light Me Up“ nicht nur aufmerksam gemacht werden soll, sondern auch eine Botschaft an alle Gepeinigten gesendet wird:

„We want everyone to know that they are significant, they matter, and there are people who care about them out there.“ (Kobra Paige)

So sieht man es dann auch im Video: das Mädchen, das die Hand reicht. Oder im Song:

Don’t let go
I’ll find you in the darkness
I need you
Light up for me
Don’t let go
I’ll find you in the darkness
Never leave you
Light up for me

I know the weight of the pain you feel
I’ll share your burden, I’ll help you heal

So liegt in dem Song nicht nur die Hoffnung für die Schwächeren unter uns, dass die Stärkeren die Hand reichen und ihnen aus dem Mist, den sie erlebt haben, wieder raushelfen. Sondern es liegt auch die überaus wichtige Aussage drin, dass sie gebraucht werden, dass sie wichtig sind und dass auch die vermeintlich Starken jemanden brauchen.

All das macht den Song für mich überaus wichtig und zu einem der Songs des Jahres. Danke an Kobra and the Lotus, dass ihr eure Reichweite und Verantwortung als Band so nutzt. Und natürlich danke an Kobra Paige, dass Sie Ihre Gedanken zu dem Song mit uns teil. Das vollständige Interview findet Ihr unter dem Video.

Quelle: YouTube-Channel von Napalm Records, https://www.youtube.com/channel/UCG7AaCh_CiG6pq_rRDNw72A

Interview mit Kobra Paige:

T!B!B: First the song dedicates to a harmed person. In the video we see a lonely child, sad, threatened by other childs and harmed by it’s parents. What is the background for this? Do you know a person like in this song/video? Do you engage for threatened and vulnerable persons?

With the video you directly focus on children. Is there a particular reason for this focus? Maybe it could also to make clear the vulnerability of each person, within us we are all childs and can be in darkness and often easily be harmed. Or do you want to directly point out the problems some children have with parents which are addicted to alcohol and drugs and all the frightening stuff concerning that?

At the end I want to thank you for the wonderful music and especially for songs like this. Also the directly speech and the end of the video. „Every life is significant“ is a strong message and very important. Also the link to the helpline is a very good idea. Thank you for that.

Kobra Paige:

Regarding the theme of the music video, the child’s story was specifically chosen so that the message would have a bigger visual impact on people. The song’s message could and should be universally interpreted individually though. It was written for anyone facing their unique experience or connection to struggle. This song is not specifically about children but we should be protecting our children from the corrupt ways of our humanity as much as possible. They are the only chance of a better future while this earth is still full of people.

Children are the closest thing (we as humans) to pure innocence as possible and most people are distraught when seeing a child treated in an ill manner. Bullying, domestic abuse, and depressive disorder are just a few of the massive issues people face within today’s society. Suicide is also a very real issue. It would probably shock people to know that many suicides will happen as young as around age 13 for kids. Kids especially have no tools for dealing with trauma and, as many of us know, a traumatic event will go on to haunt us forever in our adulthood.

If you listen to our drummer’s (Marcus Lee) Part Two episode on our bass player’s podcast “Sons of Thunder”, you will hear about a first hand experience where he needed protection as a child and it was not provided. Marcus further goes on to explain the repercussions it has had on him as an adult later in life.

Another major topic the band feels passionate about is mental health. There is a general disregard and lack of awareness for people facing struggles with mental health. Many people feel alone, misunderstood, and/or unsupported with their diagnosis. We would like to bring more attention to this and in our own way provide support. I have many loved ones in my life who deal with serious mental illness on a daily basis. It is not an easy life to be dealt and most do not choose it. They are brilliant people but have this giant obstacle always standing in the way of living a fully functional or independent life.

The ultimate pinnacle of this video is the offering of a helping hand to those in need. If you are personally in a state of crisis or know someone who is considering taking their own life, please do not hesitate to call your local life line. Sometimes it can be hard to understand why we should go on living when we have had certain experiences happen to us, loose hope, or have lost our general sense purpose. The apathy comes in and there is no desire to fight for ourselves anymore. We want everyone to know that they are significant, they matter, and there are people who care about them out there.

 

Song des Monats 10/2017

Der Song des Monats Oktober kommt von den schwedischen Melodic-Death-Metallern Scar Symmetry und heißt „Illuminoid Dream Sequence“. Er ist zu finden auf dem Album „The Unseen Empire“ von 2011, ist also schon ein wenig älter. Wie das ganze Album überzeugt der Song durch die schöne Gitarrenarbeit und den gelungenen Wechsel zwischen Cleangesang und Growl. Scar Symmetry liefern hier ein Paradebeispiel für Melodic Death Metal ab. Die Gitarre trägt den Song die ganze Zeit melodiös, wird immer wieder durch treibende Schlagzeugpassagen unterbrochen, in denen uns auch tiefe Growls um die Ohren gehauen werden. Dann fängt sie das Ganze wieder ein und die Zuhörer werden mit tollen Soli verwöhnt.

So richtig klasse finde ich, dass hier der Cleangesang zum einen gut in den Song passt und zum anderen mit Lars Palmqvist und Roberth Karlsson auch jemand am Werk ist, der singen kann. Oft läuft es ja so ab, dass der Typ, der schon nicht richtig Bass spielen kann, dann eben auch noch den Gesang macht – und so hört sich das dann auch an. Nicht so bei Scar Symmetry: der Cleangesang trägt die Melodie mit und wechselt sich toll mit den Growls ab. So geht Melodic Death Metal. Im Übrigen kann ich jedem das ganze Album nur empfehlen und reinhören könnt Ihr ja heute schon mal.

Quelle: YouTube-Channel von Nuclear Blast (https://www.youtube.com/channel/UCoxg3Kml41wE3IPq-PC-LQw)

Song des Monats 09/17

Hymnen gibt es viele im Metal – Valhalla von Blind Guardian beispielsweise oder Number Of The Beast von Iron Maiden. Das Lied des Monats September fällt zweifelsohne ebenfalls in diese ominöse Kategorie der Hymnen: Mother North von Satyricon. Dieses Lied steht dabei nicht nur  für die Band, sondern für das Genre Black Metal.
Was macht das Lied denn nun aus? Die fast schon unverschämt eingängigen Leads  sind es, die sich gleich ins  Ohr fräsen und dort festsetzen. Selbst Tage, ja Wochen nachdem ich Mother North gehört habe, summe ich die Melodie noch vor mich hin. Dazu rasende Blast Beats aus Frosts Handgelenken und der perfekte Einstieg ist geglückt. Der stampfende, etwas aggressiver klingende Mittelteil rundet das ganze ab. Episch, majestätisch und mystisch zugleich geht es aufs Ende zu. Was aber wäre die Hymne  ohne den passenden Text zum Mitsingen?

Mother North
How can they sleep while their beds are burning?
Mother North
Your fields are bleeding

Memories… the invisible wounds
Pictures that enshrine your throne, gone

A future benighted, still they are blind
Pigeonhearted beings of flesh and blood
Keeps closing their eyes for the dangers
That threaten ourselves and our nature
And that is why they all enrage me

Sometimes in the dead of the night, I mesmerize my soul
Sights and visions, prophecies and horror
They all come in one

Mother North
United we stand (together we walk)
Phantom North
I’ll be there when you hunt them down

Der Text steht natürlich der Interpretation frei. Für mich geht es um Kritik an der Christianisierung Norwegens, aber auch um Naturverbundenheit und klar, Patriotismus. Da sieht man die Fjordlandschaft förmlich vor Augen und als Trve Norsk Black Metaller geht einem doch das Herz auf. Noch viel epischer als das Original klingt übrigens die Live-Version mit dem Nationalen Norwegischen Opernchor. Deshalb findet ihr die  unten eingebunden. Ich glaube, ich muss jetzt auch aufhören zu schreiben und nochmal Mother North hören. Und nochmal. Und nochmal. Und nochmal…

Quelle: Youtube-Kanal von Oytun Bektaş