Melodic Death Metal 2.0 – Tales of the White Eye von Limos

Melodic Death Metal
Veröffentlicht: 03.07.2020
Inverse Records
https://www.facebook.com/LimosBand
https://limos.bandcamp.com


limos-tales-of-the-white-eye-coverEndlich habe ich mich aus den schrecklichen Abgründen des Didgeridoo-Metal befreit, der mich über Wochen in seinen hässlichen Klauen gefangen hielt. Ja, es liegt musikalisch eine echt harte Zeit hinter mir – und das ist durchaus nicht positiv gemeint. Erst ein melodischer Lichtstrahl aus den finnischen Wäldern Kainuus konnte mich befreien. Die finnischen Melodic Death Metaller Limos veröffentlichten am 3.7. ihre zweite EP „Tales of the White Eye“ und sie haben sich das Ziel gesteckt, die nächste Generation finnischer Melodic Death Metaller mitzuprägen. Ob ihnen das gelingt? Das Cover ist jedenfalls schonmal sehr ansprechend.

„Altars“ ist der erste Song der EP und er zog mich sofort und unweigerlich in seinen Bann. Glasklarer, messerscharfer Gitarrensound und präzises Drumming lassen einen beglückt nicken. Es ist einfach herrlich wie die Leadgitarre sich locker-flockig das Griffbrett hoch- und runterschraubt. Die Melodie nimmt einen sofort mit und geht absolut ins Ohr. Raue, grimmige Growls und hämmernde Blastbeats bilden einen reizvollen Kontrast. Und das Spiel mit den Variationen des Hauptriffs durch Rhythmik macht absolut Spaß. „Rise to Arms“ ist wuchtiger und drückender. Der Refrain  eingängig und mitsingtauglich, die Growls ziemlich fies. Es gefällt mir, wie ein drückender, schwerer Unterbau durch Drums und Rhythmusgitarre eine perfekte Liaison eingehen mit der leichten und melodischen Leadgitarre.

Als ich „Child of the White Eye“ zum ersten Mal hörte, hatte ich sofort Herzchen in den Ohren. Liebe auf den ersten Ton. Der Song beginnt melodisch mit cleanen Gitarren und langsamem Tempo. Bildschön.  Der Kontrast zwischen den Gitarren und den rauen Growls könnte nicht spannender sein. Melancholisches, wehmütiges Feeling macht sich breit. Mit dem Distortion Sound kommt Druck hinter die Sache ohne, dass Melancholie und Melodik weichen. Ich bin dem Song mit Haut und Haaren verfallen. „Surullisten Järvien Maa“ wartet mit einem geilen Riff auf und spielt außerdem genial mit Rhythmik und Geschwindigkeiten. Ein gesprochener Part teilt den Song in zwei Teile – übrigens:  Ich liebe die finnische Sprache, auch wenn ich kein Wort verstehe. Danach bricht ein wütender Sturm aus Growls, Gitarren und Drums los.

Ich würde sagen, die nächste Generation finnischer Melodic Death Metaller ist gesichert und vielversprechend. Limos zeigen auf „Tales of the White Eye“ ihre eigene Handschrift aus klarem Gitarrensound, präzisem Drumming, derben Growls, gekonntem Spiel mit Rhythmik, Geschwindigkeit und Gegensätzen und bildschönen Riffs und Melodien.

YouTube Channel von InverseRecordsFIN


Tracks:
01. Altars
02. Rise to Arms
03. Child of the White Eye
04. Surullisten Järvien Maa

Band:
Eirik Manne – Gesang
Eppu Herala – Lead Gitarre
Eetu Herala – Rhythmus Gitarre
Tuomas Suokko – Bass, Gesang
Teemu Ohtonen – Schlagzeug

 

2 Gedanken zu “Melodic Death Metal 2.0 – Tales of the White Eye von Limos

  1. Richtig stark – und dann noch Melodic Death Metal. Quasi wie für mich gemacht 🙂 Läuft bei mir schon den ganzen Tag. Auf jeden Fall ein ganz klarer Kauf, schade nur das man die EP nicht als CD kaufen kann. Bei dem geilen Cover schreit es ja förmlich nach einem Platz im CD-Schrank.

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