Neujahrsträgheit wegbangen – Beast In Me von Melodramatic Fools

Thrash/Death/Heavy Metal/ Hard Rock
Veröffentlicht: 24.01.20
Eigenveröffentlichung
www.melodramaticfools.com
www.facebook.com/m.fools


BeastInMeMit frischem Wind aus Marktredwitz starten wir ins Metaljahr. Am 24.1. erscheint das neue Album der Melodramatic Fools. „Beast In Me“ heißt das Werk und es umfasst 11 Songs, die uns hoffentlich helfen die restliche Weihnachts- und Neujahrsträgheit wegzubangen. Mit ihrer 2017 erschienenen EP „Dog In The Rain“ hat das ja schon prächtig funktioniert.

Und auch die Aussichten für das neue Album sind glänzend, denn die Fools präsentieren uns Songs wie „Beast In Me“, „We Are The Fools“ oder „The Higher You Fly“, die mit Nackenbrechertempo, einem erfrischenden Spritzer Aggressivität, ansprechenden Riffs und Melodien  und eingängigem Refrain sofort ins Ohr gehen, von welchem aus es nur einen Befehl ans Hirn geben kann: Bangen! Doch die Fools gehen noch einen Schritt weiter und überraschen immer wieder mit Variationen im Rhythmus, im Gesang, im Tempo und bauen hier und da kleine und große Überraschungen und Details ein, die unglaublich viel Spaß machen. „The Higher You Fly“ zum Beispiel. Man bangt und groovt so vor sich hin und dann kommt dieser rhythmisch coole Break mit immer wieder gequält aufjaulender Gitarre, während Sänger Simon Pachali zunehmend manisch „Head shot“ growlt.

„Be My Little Slave“ setzt im Intro auf eine coole Bassmelodie, ein wunderbares Gitarrenriff, ein geiles Gitarrensolo, Tempowechsel, spacige Gitarreneffekte und ein beachtliches Repertoire an Screams und Growls. In „No Forever“ gehen Drums und Bass eine reizvolle Liaison ein, untermalt vom drängenden Gitarrenrhythmus bevor das Ganze in eine ansprechende Gitarrenmelodie übergeht. Ein breites Grinsen machte sich auf meinem Gesicht breit, als ich zum ersten Mal das kleine, aber feine und überraschende Rockabilly Gitarrenintro von „Little Piece Of War“ hörte. Ehrlich gesagt auch noch beim zweiten und dritten Mal. Wie cool. Wie witzig. Es hat irgendwie in Kombination etwas slapstickartiges. Sehr gelungen. Im weiteren Verlauf prägen der treibende Rhythmus und der eingängige Refrain den Song – auf der Flucht vor den giftigen Pfeilen der Sioux? In „Feed The Greed“ setzen die Fools gegen Ende auf hallige, stark verzerrte Gitarren und Killer-Screams – ein bisschen Surrealismus ist also auch mit am Start. In völligem Kontrast dazu steht das langsame, melancholische „Ben“ mit seinem cleanen Gitarrenbeginn. Die Fools beschließen ihr Album mit „R.I.P.“, einer Hommage an bereits verstorbene Rocklegenden. Southern Rock Feeling kommt auf.

Sodele. Die Neujahrsträgheit haben die Melodramatic Fools sowas von weggerockt. Auf „Beast In Me“ befindet sich jede Menge Musik, die Spaß macht und erfrischend aggressiv, tonnenschwer und gleichzeitig federleicht daherkommt. Die Jungs präsentieren eine Fülle an Riffs und Melodien, die sofort ins Ohr gehen. Stimmlich präsentiert sich Sänger Simon Pachali variabel zwischen cleanem Gesang, dreckigem Rockgesang und Growls. Die rhythmische Vielfalt ist ebenfalls groß, so dass es nie langweilig oder gar eintönig wird. Dafür sorgen auch die kleinen, feinen Kniffe und Überraschungen, die akzentuiert eingesetzten Gitarreneffekte, das Rockabillyintro oder die reizvolle Kombination der Instrumente. Mit ihren Texten greifen die Fools die verschiedensten Themen auf und stellen sie in ein kritisches Licht. Sei es die Kultur des Wegschauens, die Doppelmoral der Kirche, der Tod oder das liebe Geld, das die Welt regiert. Auf jeden Fall reinhören!

YouTube Channel Melodramatic Fools



Tracks:
1. Intro
2. Beast In Me
3. We Are The Fools
4. Be My Little Slave
5. No Forever
6. Little Piece Of War
7. Feed The Greed
8. Ben
9. Hypocrite
10. The Higher You Fly
11. R.I.P.

Band:
Simon Pachali – Gesang, Gitarre
Maximilian Hager – Gitarre
Timo Wöhrl – Bass
Tobias Holzinger – Schlagzeug

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