Alles, was das Ohr begehrt. Humanicide von Death Angel

Thrash Metal
Veröffentlicht: 31.05.19
Nuclear Blast Records
http://www.deathangel.us


15254Manchmal muss es eben Thrash sein. Natürlich greife ich da nicht zu irgendeinem Thrash Metal Geschrammle, sondern es muss schon qualitativ hochwertiger Thrash sein. Wie zum Beispiel der gute alte Bay Area Thrash, der durch viele hochkarätige Bands wie Exodus, Metallica, Megadeth oder Testament geprägt wurde – und eben auch durch Death Angel. Selbst nach mehreren Jahrzehnten des gemeinsamen Musizierens lassen die Thrasher keine Ermüdungserscheinungen erkennen. Im Gegenteil. Ende Mai veröffentlichten Death Angel ihr neuntes Album „Humanicide“. Nun haben die Jungs eigentlich nie wirklich ein schlechtes Album abgeliefert, dennoch wird ihnen hier und da vorgeworfen, sich nicht weiterzuentwickeln und nicht sehr wandelbar zu sein. Das widerlegen Death Angel mit „Humanicide“ definitiv.

Natürlich gibt es auf „Humanicide“ die Thrash Metal Brecher und Thrash Metal Hymnen, für die Death Angel bekannt sind. Gleich der Opener „Humanicide“ haut uns alles um die Ohren, was das Herz, das Ohr und der Nacken begehren: ein ziemlich klassisch gehaltenes, kraftvolles Intro mit einem Hauch von Epik, nackenbrecherisches Tempo mit Mörderriffing und ein Gitarrensolo, das einem die Tränen in die Augen treibt. Dazu kommen maschinengewehrartige Drums, kraftvolle Bassleads und ein eingängiger Chorus. Weitere Songs wie „Divine Defector“ , das mit einem Hauch von Death Metal aufwartet, „Aggressor“, das mit einem kleinen cleanen Intro Akzente setzt „Alive And Screaming“ oder „Ghost Of Me“ hauen grundsätzlich in dieselbe Kerbe und machen riesigen Spaß.

Hier und da bewegen sich Death Angel aber weg vom Brecher-Thrash. „I Came For Blood“ versprüht ein beschwingtes, punkiges Feeling, das die Laune hebt – auch wenn der Text natürlich nicht ganz so lustig ist, schon klar. „Immortal Behated“ startet mit einem gefühlvollen Gitarrenintro, das Unbehagen und ein mulmiges Gefühl auslöst. Auch die Synthesizer tragen ihren Teil zur Atmosphäre bei. Der Song wechselt dann zwischen kraftvollen und sanften Parts ohne die düstere Grundstimmung einzubüßen und endet mit einem wunderbaren Pianooutro. Die Gänsehaut bleibt. „Revelation Song“ birgt Wucht und ein stampfiges Feeling – und heieiei, gitarrentechnisch ist das großes Kino. Wie die Gitarren sich abwechseln und ergänzen macht Laune und das Solo bläst einem die Perücke weg.

Ich hoffe, ihr habt jetzt auch Bock auf guten Thrash Metal, denn den bieten Death Angel auf „Humanicide“. Die Herren klingen frisch, spritzig und kein bisschen müde. Wer auf Nackenbrechertempo, variantenreiches Thrash Metal Riffing und Maschinengewehrdrumming in bester Qualität steht und dennoch nicht auf ein wenig Abwechslung und Variantenreichtum verzichten möchte, ist hier genau richtig. Und diese Soli…

YouTube Channel von Nuclear Blast Records



Tracks:
1. Humanicide
2. Divine Defector
3. Aggressor
4. I Came For Blood
5. Immortal Behated
6. Alive And Screaming
7. The Pack
8. Ghost Of Me
9. Revelation Song
10. On Rats And Men
11. The Day I Walked Away (Bonus)

Band:
Mark Osegueda – Gesang
Rob Cavestany – Gitarre
Ted Aguilar – Gitarre
Damien Sisson – Bass
Will Carroll – Schlagzeug

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