Die schnelle Dröhnung: The Millenial Heartbeat von Flame, Dear Flame

Doom Metal
Veröffentlicht: 05.04.2019
Independent
https://www.facebook.com/flamedearflame


XKH155705… und es geht weiter im Zeichen des Doom. Und zwar mit ganz frischem, neuem, unverbrauchtem Doom. Die Braunschweiger Band Flame, Dear Flame, die sich 2017 gründete, veröffentlicht mit „The Millenial Heartbeat“ nun Anfang April ihre Debüt-EP. Sie umfasst drei längere Songs und kommt somit auf eine Gesamtlänge von 21 Minuten. Ich fasse kurz und dilettantisch zusammen: Es geht um die Entstehung des Ozeans, das Sterben des Landes und die Kräfte der Natur. Also quasi um Holland. Hum. Man möge  meinen allzu laxen Umgang mit der Philosophie, die hinter all dem steckt, verzeihen. Hören wir lieber, wie Flame, Dear Flame dieses Thema musikalisch verpacken.

„The Millenial Heartbeat Part I“ eröffnet den Reigen. Der Ozean deutet sich geräuschemäßig an und ein Gitarrenriff rollt herein, das einen sofort mit auf die Reise nimmt. Als nächstes fällt selbstverständlich die weibliche Stimme auf. Hat man ja nicht alle Tage bei Doom Metal Bands. Maren Lemkes glasklare Stimme, das dominante Gitarrenriff und der Wechsel zwischen Distortion- und Cleangitarre, die sich wie wogende Schaumkronen umtanzen, ergeben ein Ganzes – eine Ganzes das mir sehr gut gefällt.

„The Millenial Heartbeat Part II“. Das Wasser sucht sich seinen Weg. Ein Riff, welches das in Part I raffiniert variiert, ohne gleich zu klingen, kommt kraftvoll daher. Zunächst steht der Gesang im Vordergrund. Im Hintergrund drückend, schattige Gitarren. Und – ach ich liebe dieses Riff. Im zweiten Teil zieht das Tempo etwas an und die Drums prägen durch allerlei rhythmische Raffinesse den Song. Auch eine feine, kleine Bassmelodie  sorgt für Varianz.

„The Millenial Heartbeat Part III“. Es rauscht ganz schön, die Wellen donnern. Genau mein Ding, denn der Song kommt zu Beginn richtig schwer und schleppend daher, bevor es in eine leichte Cleanmelodie übergeht, zu der sich leicht und klar Marens Stimme gesellt. E-Gitarren brechen in die Zartheit des Momentes. Im zweiten Teil akzentuiert die Gitarre rhythmisch, bevor es wieder in zarten Cleanteil übergeht. Ja und potztausend – plötzlich entfaltet sich vor unseren Ohren schwarzmetallisch anmutendes Tremolopicking und Black’n’Roll Feeling blitzt kurz auf. Zart endet alles.

Ich würde sagen: Debüt gelungen, gefällt mir sehr gut, macht Spaß zuzuhören. Weiter so! Doom mit dem ein oder anderen Überraschungsmoment.


Tracks:
1. The Millenial Heartbeat Part I
2. The Millenial Heartbeat Part II
3. The Millenial Heartbeat Part III

Band:
Maren Lemke – Gesang
David Kuri – Gitarre
Martin Skandera – Bass
Jan Franzen – Schlagzeug

Philipp Horenburg – Additional guitars

2 Gedanken zu “Die schnelle Dröhnung: The Millenial Heartbeat von Flame, Dear Flame

  1. Ich hab auf der bandcamp Seite den ersten Song angehört und muss sagen, ich find es richtig gut. Das Album wird ja erst im April veröffentlicht, aber ich glaube, hier werde ich doch tatsächlich mal zugreifen. Ich und Doom Metal… wer hätte das gedacht?

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