Die schnelle Dröhnung: „To Abide In Ancient Abysses“ von Naxen

Black Metal
Veröffentlicht: 07.11.2018
Verdens Aske, Vendetta Records
https://naxen.bandcamp.com/


a3217608762_10Naxen – ein, ähm, Schmerzmittel? Nein, das ist zwar das einzige, was man so unter dem Namen findet, aber hier soll natürlich nicht über Medikamente referiert werden, nein, es geht um brandneuen Black Metal aus Nordrhein-Westfalen. Denn noch im alten Jahr haben Naxen ihr erstes Demo-Tape zunächst digital und dann wie heute wieder üblich auch als limitierte Kassette veröffentlicht. Logo, Cover und Empfehlung von den Genrekollegen Ultha sind vielversprechend, also neugierig reingehört und erste Eindrücke gewonnen.

Das erste der beiden Lieder, „Great God Of Grief“, wartet mit viel Atmosphäre und melancholischen Leads auf. Dabei rast es die meiste Zeit mit Blast Beats vor sich hin. Richtig überzeugend ist die kurze akustische Passage mit träumerischer Melodie. Nach kurzer Zeit wird selbige von hektischem Schlagzeug unterlegt, um anschließend in den intensiven, gefühlvollen und nicht minder furiosen Schlussteil überzugehen. Gelungene 10 Minuten.

Nicht weniger intensiv, aber weit aggressiver gibt sich „Dawn Of New Despair“. Wo „Great God Of Grief“ den Fokus eher auf Melancholie legt, gibt es hier wütende Raserei und einen boshaften Midtempo-Abschnitte. Es ätzt und gallt richtig an allen Ecken und Enden. Im letzten Abschnitt fegt das schneidende Riffing, vorangetrieben vom polternden Schlagzeug und infernalischen Gesant, alles weg. Ein bisschen Oldschool-Atmosphäre kommt da schon auf. Zappenduster.

Naxen bieten auf „To Abide In Ancient Abysses“ sicher nicht die dollsten Ideen, erfinden das Genre auch nicht neu und machen nicht irgendwelche verrückten Sachen, um sich abzuheben. Nö, sie liefern einfach extrem guten atmosphärischen Black Metal, melancholisch, düster, aggressiv. Bei diesem Niveau und vielleicht sogar einer Steigerung (?) darf man jedenfalls zurecht gespannt sein auf den bereits für dieses Jahr angekündigten Full-Length-Release.


Lieder:
1. Great God Of Grief
2. Dawn Of New Despair

Band:
FT – Gitarre, Gesang
SM – Bass
LN – Gesang, Gitarre
ED – Schlagzeug

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