Metal Made in Marktredwitz – „Dog in the Rain“ von Melodramatic Fools

Thrash/Death/Heavy Metal/ Hard Rock
Veröffentlicht: 14.10.17
Eigenveröffentlichung
www.melodramaticfools.com
www.facebook.com/m.fools
Zum Interview mit dem Drummer von Melodramatic Fools, Tobias Holzinger >>>


Dog in the Rain

Dog in the Rain

Vorhang auf. Leinen los. Heute möchte ich euch die Melodramatic Fools vorstellen. Die junge Band aus Marktredwitz in Bayern veröffentlicht am 14.10. mit der EP „Dog in the Rain“ – nach dem Debutalbum „First Blood“  – schon ihr zweites Album. Mit ihrer Musik, mit der sie im übrigen schon den heimischen Weihnachtsmarkt ordentlich aufmischten (Metal Hammer berichtete), bewegen sich die Jungs irgendwo zwischen Thrash-, Death- und Heavymetal mit Hard Rock Einflüssen. „Dog in the Rain“ bietet fünf Songs, die sich alle in verschiedener Art und Weise mit dem Thema Ungerechtigkeit auseinandersetzen. Wenn ich das Wort „Hund“ nur von weitem höre, löst das meist eine nur schwer bezähmbare Panik aus. Glücklicherweise war das hier nicht der Fall – sonst hätte ich echt was verpasst. So weit, so klar. Genug der blöden Wortspielereien und sinnlosen Anekdoten.

Der Opener „Dog in the Rain“ startet mit dem a-cappella gesungenen Refrain. Die Melodie nimmt einen sofort bei der Hand, wird von den Gitarren wunderbar aufgenommen, und führt durch den kompletten Song. Der Cleangesang gefällt mir richtig gut. Da bin ich ja immer etwas pingelig. Hier gibt’s aber mal gar nichts zu kritteln. Nach einem tollen Gitarrensolo folgt eine Gesang- und Drumpassage, die dem Song nochmal eine aufrüttelnde Zäsur verpasst. Gelungen! Im Text geht es übrigens um einen Obdachlosen. Mit „Bullshit“ nimmt die EP dann tempomäßig Fahrt auf. Zum ansprechenden Cleangesang gesellen sich ansprechende Growls. Mehrere Tempowechsel, wummernder Bass und Gitarren, Führung durch präzise getaktete Drums und ein knackiges Gitarrensolo sind hier die Zutaten für einen mitreißenden Song. „Picture of Me“ überzeugt durch den starken Gegensatz zwischen melodiösem Refrain und einer fast schon zart zu nennenden Bridge und harten, stakkatoartigen Parts, die ab und an an Maschinengewehrfeuer erinnern. „Steve“, bei dem es um einen in den USA zu Unrecht Verurteilten geht, beginnt rockig, mit rauchiger Stimme. Der Gesang wechselt dann zwischen Cleangesang und bösem Gekeife. Der Song an sich bewegt sich weiter zwischen Hard Rock, ab und an gewürzt mit einer leicht bluesigen Note, und einigen Deathmetal Anklängen. „Too late“ beschließt die EP würdig mit seiner anklagend-schweren Atmosphäre, die durch den  drückenden Bass und die wuchtigen Gitarren kreiert wird. Und plötzlich löst sich wieder alles auf, die Gitarren wirken herrlich melodisch und harmonisch mit dem eindringlichen Cleangesang zusammen.

Mir gefällt „Dog in the Rain“ ziemlich gut. Es ist kein Song dabei, bei dem ich mir denke „Och nö!“ oder gar hektisch die Vorwärtstaste drücke. Im Gegenteil. Die Songs klingen frisch und kraftvoll. Sie pendeln beständig zwischen Tempo und Getragenheit, zwischen Wucht, Dreck und Melodie. Zwischen Cleangesang und Growls. Und dann ist das Ganze auch noch mit einer Prise Denkanstoß versehen, was die Texte betrifft. Echt gelungen. Überzeugt euch selbst! Demnächst gibt es hier übrigens auch ein E-Mail Interview mit Drummer Tobias Holzinger, in dem ihr noch einiges mehr über die Band und das neue Album erfahren könnt.


 

Tracks:

  1. Dog in the Rain
  2. Bullshit
  3. Picture of Me
  4. Steve
  5. Too late

Band:

Simon Pachali – Vocals/Guitar
Maximilian Hager – Guitar
Timo Wöhrl – Bass
Tobias Holzinger – Drums

6 Gedanken zu “Metal Made in Marktredwitz – „Dog in the Rain“ von Melodramatic Fools

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