Galoppierende Riffs – Decennium von Seven Kingdoms

Power Metal
Veröffentlicht: 05.05.2017
Napalm Records
https://www.facebook.com/SevenKingdomsOfficial/


Decennium von Seven Kingdoms

Decennium von Seven Kingdoms

Ich möchte euch heute das aktuelle Album von Seven Kingdoms vorstellen – und gleich vorweg: einen absoluten Power Metal Knaller! Oh, verziehen da die ersten die Gesichter? Abwarten…

Seven Kingdoms neues Werk zum 10-jährigen Bandjubiläum überzeugt mit einem abwechslungsreichen Gitarren-Feuerwerk. Was Kevin Byrd und Camden Cruz auf ihren Gitarren abziehen ist nicht nur im Sinne des Genres schnell und mit eingängigen Riffs, sondern die Zwei beherrschen ihre Instrumente virtuos und gestalten das Album damit abwechslungsreich. Sie kombinieren immer wieder Elemente aus Thrash und teilweise sogar ein wenig Doom mit rein, so dass man aufmerkt und überrascht wird. Unterlegt wird das Ganze mit einer durchgängigen und soliden Arbeit am Schlagzeug durch Keith Byrd. Und die Band bindet auch ihren Bassisten Aaron Sluss sinnvoll ein. Wo bei anderen Bands – gerade im Power Metal – der Bassist auch noch irgendwo mit da ist, ist der Bass auf Decennium gut zu hören.

Das Album beginnt mit Stargazer, einem guten Opener, der wohl bewusst „a little bit more radio“ ist. Im Mittelteil blitzt aber die Gitarrenarbeit schon mal auf und zeigt exemplarisch was uns erwartet. Jetzt folgen die beiden stärksten Titel „Undying“ und „In The Walls“, meine persönlichen Favoriten. Byrd und Cruz brennen ein Feuerwerk an Riffs ab, wechseln immer wieder das Tempo und den Rhythmus und Sängerin Sabrina Valentine Cruz gibt dem Ganzen Kraft und Ausdruck. Bei „I am no monster“ hört man förmlich die Wut und Verzweiflung raus. Generell rundet Valentine Cruz die Titel mit ihrem Gesang sehr gut ab und hier findet sich eine weitere Stärke der Platte: es ergibt einfach ein rundes Ganzes. Sicher wird sich nicht jeder mit dem Gesang anfreunden, auch ich musste mich da erst ein wenig reinhören. Aber im Gegensatz zu manch anderem Vertreter aus dem Power Metal wird der Gesang nie zu einem Einheitsbrei, im Gegenteil: Valentine Cruz hat eine schöne Bandbreite in der Stimme und kann damit auch noch Wucht in den Höhen liefern, singt aber auch nicht jeden Titel einfach nur hoch.

Generell merkt man dem Album an, dass die Band nicht nur ihr Handwerk beherrscht, sondern auch jede Mende Spaß an der Sache mitbringt und sehr gut harmoniert.

Es gibt ein paar Titel, die ein wenig vor sich hin plätschern – „Castles In The Snow“ oder auch „The Faceless Hero“ – aber auch in diesen kommen immer wieder Passagen bei denen man Wow! sagt, automatisch lauter dreht und mitbangt und -wippt. Das ist es auch was mich an dem Album fasziniert: ich habe es heute im Auto mehrfach gehört und immer wenn es gerade zu viel wurde, kam wieder eine Passage, ein Riff bei dem ich wieder lauter drehte und mir dachte: geil!

Bei der Ausstattung des Albums geizen Seven Kingdoms nicht: auch in der normalen Edition gibt es die EP-Versionen von „Undying“ und „In The Walls“ (muhaha, die beiden Titel kann man gern öfter hören) und zwei re-recordings von „The Bloody Meadow“ und „Stormborn“ dazu.

Daher eine ganz klare Empfehlung. Hört mal rein und lasst euch von den galoppierenden Riffs mitnehmen.

Quelle: YouTube-Channel von sevenkingdoms1: https://www.youtube.com/user/sevenkingdoms1

Tracklist:

  1. Stargazer
  2. Undying
  3. In The Walls
  4. The Tale Of Deathface Ginny
  5. Castles In The Snow
  6. Kingslayer
  7. The Faceless Hero
  8. Neverending
  9. Hollow
  10. Awakened From Nothing

Line-Up:

Schlagzeug: Keith Byrd
E-Gitarre: Kevin Byrd
E-Gitarre: Camden Cruz
Gesang: Sabrina Valentine
Bass: Aaron Sluss

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