Song des Monats 04/17

Der Song des Monats April führt uns in das Reich der nordischen Totengöttin Hel. Ich dachte das passt doch perfekt: Frühlingsbeginn, die Natur erwacht, die Sonne scheint – als typische Deutsche muss ich so viel guter Laune und positiver Stimmung dringend entgegenwirken. Tatsächlich geht mir der Song seit Tagen nicht aus dem Kopf. Also werfen wir doch mal ein Ohr drauf.

„Hel“ findet ihr auf dem 2012 erschienenen Album „Börn Loka“ der isländischen Pagan Metaller Skálmöld. Das Album handelt von den Geschwistern Hilmar und Brynhildur, die von Óðinn die Aufgabe bekommen, drei von Lokis Kindern zu bekämpfen, die gerade ihr Unwesen treiben. Hilmar begegnet auf seiner Reise unter anderem eben auch der Totengöttin Hel. Die versucht natürlich, ihn dazu zu bewegen im Totenreich zu bleiben – er will nicht, es kommt zu einem Disput und weil er die besseren Argumente hat, lässt Hel den guten Hilmar samt seiner Seele ziehen.

Der Song gefällt mir weil er dunkel und böse ist und getragen von einer tiefen Verzweiflung, die mir die Gänsehaut die Arme hoch und runter jagt. Zum einen erzeugen Skálmöld diesen Effekt durch den Liedaufbau. Der Song beginnt recht gemütlich, es folgt ein zarter, akustischer Mittelteil in dem Gitarren, Bass und Drums schweigen und der Gesang die Hauptrolle übernimmt und dann schließt sich ein Schluss an, der einen mit seinen Blastbeats weghaut. Die eigentliche Attraktion ist aber der Gesang der mit einer solchen Intensität daher kommt, dass er  vom Ohr direkt unter die Haut geht und das Herz sich schmerzvoll zusammenkrümmt. Dafür verantwortlich ist Edda Tegeder Óskarsdóttir, eigentlich Sängerin und Gitarristin bei der isländischen Death und Black Metal Band „Angist“, die hier einen Gastauftritt als Hel hat. Ja was soll ich sagen – die Frau ist der Wahnsinn. Ihre Growls sind so herzzerreißend, so verzweifelt und schmerzerfüllt, dass man gleich mitheulen möchte. Diese Growls lassen mich nicht mehr los, seit ich sie das erste Mal gehört habe.

Ich habe für euch die Version von „Hel“ gemeinsam mit dem Isländischen Sinfonieorchester ausgesucht. Eigentlich bin ich kein großer Fan von solchen Kooperationen weil sie oft einfach gemacht wurden, weil es eine Zeit lang Mode war und halt jeder mal mit einem Orchester gespielt haben sollte/wollte. Bei „Hel“ macht es aber Sinn, vor allem in dem langsamen, epischen Mittelteil. Es klingt geil und der Chor verleiht dem Ganzen noch ein wenig mehr Würze. So – jetzt aber viel Spaß beim Hören und Schauen!

Quelle: Youtube Channel von Skalmold: https://www.youtube.com/channel/UCHqJc7tOxovQ2EsYW1MtSOw

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