Reisen bildet – auf nach Russland!

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Ha! Wer hätte es gedacht, dass es stimmt. Reisen bildet. Auch die Reise zum Festival Mediaval im nicht allzu fernen Selb. Und wer hätte gedacht, dass schon eine einzige Band die Reise sehr lohnenswert machen würde. Ich jedenfalls noch nicht als unsere Reisegruppe Samstag früh um 7.30 Uhr ins Fränkische aufbrach. Unser vorangegangener Band Check war ehrlich gesagt nicht so positiv ausgefallen. Also fuhren wir diesbezüglich ohne große Erwartungen los.

Storm Seeker mit ihrem Pirate Folk Metal verbreiteten dann aber schon gute Laune und nachdem ich mich mit Karamell ordentlich vollgestopft hatte, vernahmen meine Ohren gar herrliche E-Gitarren Klänge. Da es sich aber noch um den Soundcheck handelte mussten wir erst noch etwas Zeit überbrücken bevor es losging mit Grai („Rabenschrei“). Die Band besteht aus zwei Damen und vier Herren – Gesang, Flöte, zwei E-Gitarren, Bass und Drums – und sie spielen russischen Folk Metal. Damit bin ich bisher nur flüchtig durch Arkona in Berührung gekommen, die mich aber nie überzeugen konnten und bei denen man sich ja auch in politischer Hinsicht nie so ganz sicher sein kann wohin die Reise geht. Grai hingegen animierten zum Hüpfen, Bangen, Tanzen und Klatschen. Klatschen – übrigens ein besonderes Hobby von Sängerin Irina Zybina, die fast jeden Song mit „Ich brauche eure Hände.“ einleitete. Die zudem auch noch eine der wenigen weiblichen Stimmen im Metal besitzt, die meine Nerven nicht peinigt – ich weiß, ich weiß. Mit Stimmen bin ich wirklich heikel. Schlimme Erfahrungen in der Kindheit? Keine Ahnung. Bassist Yuri haute uns dazu noch wirklich absolut dunkle Growls um die Ohren. Die Musik von Grai weicht vom Folk Metal, wie man ihn üblicherweise aus Skandinavien kennt, etwas ab. Gut – logisch – die Folkelemente sind von der russischen Folklore inspiriert und Grai singen russisch. Zarte Melodien und kernige, harte Riffs wechseln sich ab und ergänzen sich wunderbar. Die Songs sind facettenreich. Ab und an haben sie sogar einen punkigen Touch. Besonders erwähnen möchte ich hier auch noch den Einsatz von Maultrommeln, den ich nur gut heißen kann. Nur der Blick in die slawische Seele wird mir ab und an dann doch ein wenig zu tief. Das tut meiner Begeisterung aber insgesamt keinen Abbruch.

Nachdem Grai uns also ordentlich eingeheizt hatten musste die CD her. Die bekamen wir dann sogar von der Band persönlich signiert. Coole Band, schöner Tag, was will man mehr?

Quelle: YouTube Channel von Thor Svalnar: https://www.youtube.com/channel/UC8kGei9lvdZ378OtfbAwv1A

3 Gedanken zu “Reisen bildet – auf nach Russland!

  1. Schöner Bericht, vor allem wenn man selbst mit dabei war. Lustig finde ich ja, das wir bei unserem „Band-Check“ vorher allem Mögliche auf YouTube angeschaut hatten und mittelmäßig begeistert waren. Live waren die Bands dann viel besser 🙂
    Insgesamt finde ich Grai als Bereicherung für den Folk Metal, weil damit mal eine andere Facette reinkommt. Sonst hat man ja viel aus Skandinavien, Scottish Zeugs und noch ein wenig Italien. Den intensiven Flötenseinsatz finde ich anfangs zwar gewöhnungsbedürftig, da musste ich mich erst reinhören. Aber insgesamt gefällt mir Grai – und sie sind auf der Bühne megamäßig abgegangen trotz der Hitze.

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  2. Ich hoffe mal das kommendes Jahr auch gut von den Bands her wird, denn dieses Jahr haben wir leider nicht geschafft … aber egal, nach dem Festival ist immer vor dem Festival, von daher bis nächstes Jahr halt

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