Verlässlich – Vader EP Iron Times

Death Metal
Veröffentlicht: 12. August 2016
Nuclear Blast Records
http://www.vader.pl


Iron Times

Iron Times, Vader

In Zeiten in denen Metallica das Pokemon Lied covern und man jeden Abend höhere Mächte anfleht, das neue Album möge wirklich nicht erscheinen; in Zeiten in denen also alles Kopf zu stehen scheint, tut es gut wenn man wieder etwas Handfestes in Händen hält. Zum Beispiel die heute erschienene EP „Iron Times“ der polnischen Death Metaller Vader. Die EP bietet dem geneigten Hörer zwei Singles auf der A-Seite und zwei Coverversionen auf der B-Seite. Sie soll uns das Warten auf das neue Studioalbum „The Empire“ verkürzen, das nun offensichtlich im November statt Ende September erscheinen wird.

Sodele, nun aber zu dem was euch auf „Iron Times“ erwartet. „Parabellum“ ist kurz, knackig und blastig. Es wartet mit einem sehr thrashigen Riff auf und wird gewürzt mit einem typischen „ich rase mal schnell das Griffbrett rauf und runter“ Gitarrensolo. Auch „Prayer to the god of war“ ist thrashlastig, allerdings mehr Midtempo und rhythmisch getragener. Ein Solo, das einem die Luft aus den Lungen presst, darf natürlich auch nicht fehlen.

Mit der ersten Cover Version auf der EP covern Vader sich quasi teilweise selbst. Es handelt sich dabei um „Piesc i stal“ von Panzer X, einem Heavy Metal Projek bei dem die Vader Gitarristen Peter und Spider die Gitarren schwingen. Allerdings heißt der Song im Original „Steel fist“. Die Handschrift von Vader ist sodann auch nicht zu überhören. Jedoch ist „Piesc i stal“ langsamer und getragener als der typische Vader Song. Außerdem haben Vader einen Teil des Heavy Metal daraus verbannt und das Ganze so deathmetalliger gemacht. Vor allem in Sachen Stimme kann ich die Entscheidung mal wieder nur begrüßen. Beim zweiten Cover handelt es sich um „Overkill“ von Motörhead – eine kleine Verneigung vor Lemmy. Die Vader Version kommt etwas tiefer daher, wurde aber ansonsten nicht wesentlich verändert.

„Iron Times“ bringt jetzt nichts aufregend Neues. Aber es macht Spaß die Songs anzuhören. Momentan tut es meinen von Metallicapokemon geschundenen Gehörgängen gut etwas Solides zugeführt zu bekommen. Eingefleischte Vader Fans machen mit der EP nichts falsch, alle anderen machen auch nichts falsch, wenn sie einfach auf das kommende Album warten.


Tracks:

1. Parabellum
2. Prayer to the god of war
3. Piesc i stal
4. Overkill

Line-Up:

Piotr „Peter“ Wiwczarek (Gesang, Gitarre)
Marek „Spider“ Pająk (Gitarre)
Tomasz „Hal“ Halicki (Bass)
James Stewart (Schlagzeug)

Ein Gedanke zu “Verlässlich – Vader EP Iron Times

  1. Hach ja, Vader. Die spielen echt mega stark Gitarre und auch so brutal schnell, aber irgendwie hat es bei mir nie zum Album gereicht. Umso gespannter bin ich auf das neue Album, die EP hört sich ja schon mal gut und vielversprechend an. Aber ich vermute mal ich werd’s eh mitbekommen 🙂

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