Song des Monats 05/16

Weil ich immer noch in schönen Konzerterinnerungen schwelge, kommt der Song des Monats von Månegarm. Es ist einer meiner absoluten Lieblingssongs und er behandelt ein Thema, das uns alle angeht und das dringen einmal angesprochen werden muss: „Hemfärd“.

Auch wenn das Wort zunächst vermuten lässt, es handelt sich um den einzigen Song der schwedischen Paganmetaler, der in pfälzisch verfasst wurde, der Schein trügt. Sehr poetisch beschreiben die Schweden in diesem Song das Thema „nach Hause kommen“. Jeder von uns verbindet damit ja bestimmte Gedanken, Gefühle und Gerüche – auch wenn die sich am Ende vielleicht manchmal ganz unpoetisch in den Worten „Linsen mit Spätzle“ manifestieren.

Höstens första gryning stiger stilla, sprider sina
Färger över frostig äng. Löv faller mot marken
Ett stormande hav av färger

Ett bidande mörker, står åter vid årets port… Landet faller
Mot en stilla dvala. Dunkla ter sig dagarna, under moln tyngda av
Regn. Isig är Rimfaxes fradga
I arla timma

Ropen från skogen kallar mig hem, till mina
Fränder… till min säng. Hemåt, hemåt… viskar mitt inre
Hem till djupa dalar och lövfyllda sänkor

Englisch:

The first dawn of autumn slowly rises
Spreading colour over frosty meadow
Leaves fall to the ground
A storming sea of colours

A biding darkness is yet again at Year’s gate
The land sinks into a quiet torpor
The days appear dim under clouds heavy with rain
Icy is the froth of Rimfax in the early hours

The calls from the forest call me home. To my kin…
To my bed. Homeward, homeward my inner whispers
Home to deep valleys and leaf-filled vales

Dass „Hemfärd“ aber durchaus auch noch eine andere Dimension in sich birgt als das feiertägliche Heimfahren zu Muttern und Vattern – nämlich eine endgültige Form des „Heimkommens“ deuten die Schweden ebenfalls an:

Den viskar om himlen och stjärnorna där ovan
Om hemligheterna som djäljes där. Viskar nordanbäckens friska
Vatten. Talar om Bifrost den slutliga vägen hem…

Stilla går solen ned I horisonten, de två världarna möts…
Ett drömmens rike faller inpå

Från tjärnen stiger en dimma, lätt som älvors tårar
Vandrar ovan den svarta ytan

Än en gång står jag här. På rådarnas berg
Känner nattbrisens kyla. Månen sjunger sin full

Hör mina fränder ropa. Välkomnar mig hem
Aldrig mer lämnar jag detta. Detta eviga bo

Englisch:

They whisper of the sky and the stars above. Of the secrets above
They whisper of the fresh water in the northern brook
They tell of Bifrost and the final road home

The sun settles slowly in the horizon. The two worlds meet
A kingdom of dreams falls closely

From the lake a mist rises. Light, as the tears of elves
Wanders over the black surface

I stand here yet again. On the mountain of the fey
Feeling the cold of the night breeze. The moon sings its full

Hear my kin call. Welcoming me home
Never again will I leave this. My eternal home

Ich liebe den Song, weil er recht zart beginnt, immer mehr an Kraft gewinnt und dann so richtig schön explodiert. Es gibt dabei mehrere Detonationsstufen, also immer schön aufpassen, wo man hin tritt. Die zarte Geigenmelodie, die schließlich von den Gitarren aufgenommen wird, und Erik Grawisös rauhe Stimme stehen in reizvollem Kontrast. Auch die geflüsterten Passagen verleihen dem Ganzen eine besondere Atmosphäre. Mir persönlich gefällt der Song ohne die operesk anmutende Frauenstimme am Anfang besser. Deshalb fand ich „Hemfärd“ live nochmal einen Tick besser. Ich gehe jetzt mal lieber in Deckung und ihr urteilt selbst.

Quelle: YouTube Channel von Rumpetroll90: https://www.youtube.com/channel/UC30mYQ4VrHuA5ZMe1i7W7qw

Quelle: YouTube Channel von eltondrummers: https://www.youtube.com/channel/UCl6KcYx2HGKTnh7Hxklx8uw

 

6 Gedanken zu “Song des Monats 05/16

  1. Sehr schöner Song, auch einer meiner Manegarm Lieblingssongs. Den operesken Teil am Anfang finde ich wiederum gut, dadurch entsteht ein schöner Kontrast eben auch stimmlich. Ich finde sogar das hätte im zweiten Teil des Liedes durchaus nochmal wieder kommen dürfen. Nicht zu lang, eben so wie am Anfang. Aber wie Du schon geschrieben hast, ist Geschmacksache 🙂

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  2. Der opernhafte Gesang sagt mir auch nicht besonders zu. Das Lied an sich ist ganz nett, aber ich glaube nicht so ganz meine Richtung. Der Gesang erinnert mich irgendwie an Thyrfing – auch sonst hat sich so ein Thyrfingeskes Gefühl eingestellt bei mir. 🙂 Der Text ist typisch und schön bildhaft – der erinnert mich wiederum an Bathory. Ist die englische Übersetzung eigentlich bei der CD dabei? Lustigerweise gibt es ja eine Band von den Färöern, die Hamferð heißt. Heißt aber glaube ich etwas ganz anderes.
    Außerdem habe ich jetzt Lust auf Linsen & Spätzle.

    Gefällt 2 Personen

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