A terrible beauty is born – neues Album von Mourning Beloveth

Rust & Bone

Rust & Bone

Am 22. Januar erscheint das neue Album der irischen Death Doom Metaler Mourning Beloveth. Freund Hein hatte die Gelegenheit schon mal ein Ohr zu riskieren. Lest, was er über das neue Album denkt:

Es gibt so Alben, da ist man nach dem Hören erstmal sprachlos und weiß noch nicht so recht, was man von der Sache halten soll. Dabei ist es bei Mourning Beloveth eigentlich ganz einfach: Die irische Band hat seit gut zwei Jahrzehnten ihren ganz eigenen Stil gefunden. Immer wieder wurde dieser behutsam weiterentwickelt und doch war immer klar, was man zu erwarten hat: ein wunderschönes Wechselspiel aus Frank Brennans Klargesang und Darren Moores härterer Stimme, verbunden mit einer klagenden Leadgitarre und schleppenden Riffs.

Das hat sich im Kern auch auf dem neuesten Werk „Rust & Bone“ nicht geändert, das – nebenbei bemerkt – als wunderschön schlichtes Digipak am 22. Januar erscheint. Schon bei den ersten, esoterisch angehauchten Klängen von „Godether“ versinkt man in eine Welt süßer Melancholie, die einen spätestens beim einsetzenden, verzweifelt klingenden Riff völlig gefangen nimmt und bis zum letzten Takt des fantastischen und überraschenderweise rein akustischen „A terrible beauty is born“ nicht mehr los lässt. Völlig in Ihren Bann schlägt einen vor allem Frank Brennans unglaubliche Stimme, die so wohl keiner bei einer Death Doom-Band erwarten würde. Sie verleiht dem Album eine unglaubliche Intensität, wie man sie zum Beispiel von anderen Liedern der Band wie „Nothing“ kennt.

Insgesamt ist die Atmosphäre so dicht wie eh und je, die Melodien und Riffs genau so traurig, der Gesang aber sogar noch klagender als sonst. Trotzdem ist „Rust & Bone“ anders. Dies ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass das Album durch seinen Aufbau und seine Kürze wesentlich kompakter daher kommt als ausufernde Brocken wie „Formless“. Zwei der fünf Lieder sind kurze Zwischenspiele, welche die drei längeren Lieder verbinden und so das Album als durchgehende Einheit erscheinen lassen. Auch die monotonen Wiederholungen wurden zurückgefahren und mit dem erwähnten akustischen Stück neues gewagt.

Nach mehrmaligem Hören verblüfft mich „Rust & Bone“ zwar noch immer – sprach- und ratlos bin ich aber nicht mehr. Rasende Gitarren, hektisches Schlagzeug, Klampfe – die bislang eher ungewohnten Elemente fügen sich wunderbar mit den bekannten Merkmalen zusammen. Was Mourning Beloveth hier geschaffen haben, lässt einen nicht kalt. Es wühlt auf, ist zugleich doch unglaublich beruhigend und erzeugt ein wohlig-warmes Gefühl, das auch noch anhält, nachdem der letzte Ton verklungen ist. Da ist selbst die unerwartet kurze Spielzeit von einer guten halben Stunde zu verschmerzen.

Quelle: YouTube Channel von Metal Assault: https://www.youtube.com/channel/UC0LMiFvj89FJnk2Fri6G9fQ

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