Song des Monats 04/15

Schon wieder ein Monat um, schon wieder ein neuer Song des Monats. Und diesen Monat muss es einfach der „Schwarze Enzian“ von Heino sein. Warum denn das? Der Song ist genial! Diese perfekte Umsetzung eines Schlagers im Rammsteinstil sucht seines Gleichen. Okay, okay… Sorry, einen kleinen Aprilscherz konnte ich mir leider nicht verkneifen.

Nun aber zurück zum Ernst des Lebens. Thrash, Groove, Death, Tribal Perkussion und brasilianische Rhythmen, was fällt uns dazu ein? Genau – Sepultura – gibt ein Bienchen. Die Metaler aus Brasilien feiern momentan ihr 30-jähriges Bandjubiläum. Der perfekte Zeitpunkt, um Sepultura einen Song des Monats zu widmen. Außerdem plane ich eine kleine Geschichtsstunde, um die Band gebührend zu würdigen, denn hey – 30 Jahre. So weit schaffen es die Biebers – und andere Tiere dieser Welt – oft ja gar nicht mehr. Also, wer sich zur Prüfung anmelden möchte – neeeeein. Spaß.

Genug geplaudert. Auf zum Song des Monats: „Ratamahatta“. Der Song findet sich auf dem 1996 erschienenen Album „Roots“, für das Sepultura sogar einige Tage im Urwald mit einem Xavante-Stamm verbracht haben, um ihre musikalischen Wurzeln zu erforschen. Neben „Arise“ (1991) und „Chaos A.D.“ (1993) gehört es für mich zum Besten, was Sepultura je geschrieben, getrommelt und geschrammelt haben. „Ratamahatta“ ist ein aggressiver, manischer, verrückter Rausch. Gast-Perkussionist Carlinhos Brown und Gast Drummer David Silveria (Ex-Korn) sorgen für brasilianische Rhythmen und Tribal-Getrommel. Diese verweben sich mit dem bedrohlich grollenden Bass und einer tief gestimmten Gitarre, die immer mal wieder gequält aufjault zu einer bedrohlich-chaotischen Wand aus Klang und Tönen. Virtuos finde ich außerdem, wie sich in diesem Song die – in portugiesischer Sprache hinaus geschriene – Sozialkritik Sepulturas mit der Musik verbindet. Alles baut aufeinander auf, stützt sich, verstärkt sich. Da soll nochmal einer sagen, Metal hätte keine Aussage abseits der Feststellung, dass wir irgendwann alle Würmerfutter sein werden.

Ich hab mich dazu entschieden euch einmal das offizielle Video zum Song mit zu liefern, denn es ist einfach interessant und gut gemacht:

(Quelle: Youtube-Channel von Metal World,https://www.youtube.com/channel/UCWkJT6uIIpC2NpmSuiSCynA)

Hier gibt’s aber auch noch eine Live-Version in der aktuellen Besetzung:

(Quelle: Youtube-Channel von MikeNadi4, https://www.youtube.com/channel/UCZ9HVp3Nz9v0TAL4OnA5_4Q)

2 Gedanken zu “Song des Monats 04/15

  1. Schöner Song, gut Wahl. Einer der Songs die man eigentlich immer hören kann. Das Video kannte ich noch gar nicht, ich kenne den Song eigentlich nur von Konzerten. Ist echt cool gemacht und sehr passend vom Stil her.
    Echt stark ist auch der Auftritt mit den Trommlern, ich glaube die heißen Troubadour du Bronx oder so ähnlich – da kommt das auch echt klasse.
    Ich find’s auch nice das man auf Deinem Block Bienchen verdienen kann 🙂 Das spornt zum Mitmachen an 🙂

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  2. Danke :-). Ja, die Version mit Tambours du Bronx mag ich auch sehr gern. Es ist einfach immer wieder spannend zu sehen, wie sich die Musik von Bands durch die verschiedensten Einflüsse wandelt und weiterentwickelt. Dafür ist Ratamahatta ein tolles Beispiel. Nun ja, man muss die Leute ja bei der Stange halten – Sonderbienchen….

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