Heroic Classic Thrash Death Metal – Gormathon

Following the beast Gormathon

Following the beast von Gormathon

Erschienen ist es zwar schon im September 2014, doch nun hat es auch den Weg in mein CD-Regal gefunden – „Following the beast“, das zweite Album von Gormathon. Der Name steht für einen Mix aus Engel und Kämpfer: Gorm, der Kämpfer, Aton der Sonnengott. Dass die fünf Schweden gern Dinge zusammenbasteln, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammenzupassen scheinen, beweist ihre Musik. Der etwas eigenwillige Stilmix sticht definitiv aus der Masse hervor. Manchmal ist dieser einfach nur genial und man steht staunend da mit offenem Mund, manchmal ist das Ganze aber auch nur genial schwer zu verkraften. Stilmäßig vereinen die Schweden Melodic Death Metal mit Thrash und klassischen Heavy Metal Elementen. Der Gesang von Sänger Tony Sunnhag reicht von tiefen, grummelnden Growls über powervollen, heroischen Klargesang – häufig im Refrain – bis hin zu Kreischen und Jauchzen. Man mixe also etwas Amon Amarth mit etwas Powerwolf, schüttle einmal kräftig und raus kommt…Gormathon? Nein, so einfach ist es dann doch nicht.

Das Album startet mit dem drückenden, stampfenden, „Remedy“, das mit einem Refrain im Power Metal Stil versehen wurde. Auch „Break the chains“ geht in die Richtung „ich mach euch platt mit meinem Riff“. Bei letzterem fand ich den abgehackten Gesang während der Strophe allerdings etwas nervig.

Herrlich thrashig und herrlich temporeich wird es in „Celestial warrior“ mit wunderbar treibendem Doublebass, Southern Rock Anklängen und einem powermetaligen Refrain. Nach einem dumpfen Start thrasht auch „In benevolence“ locker los und bietet den optimalen Test, ob morgens genug Protefix für die Zähne verwendet wurde.

Stilmäßig fahren Gormathon schon einen ganz schönen Zickzackkurs auf ihrem Album. Während „Land of the lost“ sicher der eingängigste Song der Platte ist mit treibenden Gitarrenriffs und einem Refrain mit Mitsingpotential, haben die Schweden mit „Remember“ einen balladesk-heroischen Song eingebaut und bei „Warlords of doom“ wird es rockig und rollig.

Handwerklich ist das ein perfektes Album, da gibt es nichts zu meckern. Die Songs sind perfekt eingespielt, der Sound super. Allerdings sind die Instrumentalparts manchmal schon fast Hintergrundmusik. Die Songs unterscheiden sich im Wesentlichen über den Gesang. Tja, und dieser kann einem gefallen oder auch nicht. Mir geht es mal so, mal so. Manchmal finde ich ihn genial, manchmal denke ich mir, man sollten den armen Mann von seinen Qualen erlösen. Für mich ist es das perfekte Album, das man beim Rumwurschteln nebenbei düdeln lassen kann. Man erfreut sich dran, es animiert auch mal zum Mitbangen, man verpasst aber auch nix, wenn man sich beim Rumwurschteln den Daumen klemmt und kurzzeitig selber am Jauchzen ist.

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