Erfrischende Aggressivität – Reset

Reset, Profane Omen

Reset, Profane Omen, 2014

Heute war mal wieder so ein Tag, der mir gezeigt hat, es gibt noch Magie in dieser Welt. Ich hörte den neuesten Song von *zensiert, weil ich nicht ausgelacht werden will* im Autoradio. Als etwa die Hälfte um war, war ich jedoch bei meinem Bestimmungsort angekommen und musste zu einem Termin. So dachte ich mir „Schade, ich hätte das gern zu ende gehört“. Nach dem Termin stieg ich wieder ins Auto, wechselte den Radiosender, weil mir das gerade Gebotene nicht gefiel…und oh Wunder….da lief nicht nur der Song von *zensiert, weil ich nicht ausgelacht werden will*, nein, er lief auch noch auf die Note genau ab der Stelle, an der ich zuvor ausgeschaltet hatte. Das ist doch ein Wunder. Weltfrieden ist noch möglich…. Wie? Interessiert keine Sau. Phhhhhh, na gut. Dann wenden wir uns eben meiner Werbekampagne für Profane Omen zu.

Ich kannte die Band bis zum letzten Jahr nicht. Das wäre wohl auch so geblieben, wenn sie Finntroll nicht auf deren „Ten years of nattfödd“-Tour als Vorband begleitet hätten. Dort haben sie mich durch ihre wahnsinns Energie und ihr wahnsinns Spieltempo und ihr wahnsinns Gebrüll einfach umgehauen. Die Jungs aus Finnland metallen schon seit 1999, seit 2010 in der heutigen Formation. Naja, nun nicht mehr, der frühere Bassist steigt wieder in die Band mit ein und damit haben Profane Omen nun die Kraft der zwei Bässe. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich das äußern wird. Die Jungs haben schon einige EPs und Demos veröffentlicht bevor dann 2006 das erste Album erschien. Das 2014 veröffentlichte Album „Reset“, das ich hier unter die Lupe nehmen möchte, ist das vierte Album und es enthält neun Songs.

Sämtliche Songs auf Reset sind durch rasantes Tempo, den Wechsel zwischen thrashigen und groovigen Passagen, den Wechsel zwischen Shouting und klarem, lupenreinem Gesang, Melodic-Riffs, atemlosen Gitarrensoli und rasenden Drums geprägt. Dazu kommt eine gehörige Portion erfrischender Aggressivität. Das halten die Finnen auch vom ersten bis zum neunten Song nach dem Schema Tempo, Tempo, Tempo, Verschnaufpause, Tempo, Tempo, Tempo durch. Für mich stechen dabei „Trails“ durch seine eingängige Melodie, „Percules“ durch seine erfrischende Aggressivität und „The garden“ wegen seines toll akzentuierten Rhythmus und des geilen Solos am Ende heraus. Von der Machart abweichend ist allerdings lediglich „Intruder“. Langsamer, schwer schleppender Beginn, drückende Stimmung und tiefer Cleangesang überrollen die Ohren. Dann wird das Tempo angezogen und Sänger Jules Näveri shoutet so richtig los. Der Kopf nickt beifällig schneller…

Reset ist keine Scheibe, die ewig im Kopf hängen bleiben wird. Überraschende Meisterwerke darf man nicht erwarten. Dennoch gefällt mir Reset aufgrund seines Tempos, seiner Aggressivität und der Tatsache, dass sie sich anhört als ob Profane Omen Spaß im Studio hatten und für ihr Leben gern spielen. Allerdings – live finde ich die Jungs noch um einiges besser, weil sie wahnsinnig, energiegeladen und laut ihre Musik zum Besten geben – auch wenn nur drei Leute mit bei der Sache sind.

Ein Gedanke zu “Erfrischende Aggressivität – Reset

  1. Hab mir die Scheibe grad angehört: Ja, die Jungs geben Gas und es gibt ne Menge Tempo. Die Stimme des Sängers finde ich auch gut und passt gut in die Songs. Sehr energiegeladen, holt einen definitiv aus jedem Tief. Auch wenn Finntroll das noch besser können… *hust*. 🙂
    Ich habe Profane Omen auch live gesehen, da haben sie mir auch gut gefallen. Allerdings würde noch ein wenig mehr Abwechslung gut tun. Insgesamt gefällt mir das Album und ich werd es wohl jetzt auch öfter hören.

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